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Die Willibrordschule besteht seit dem 12. Juli 1963. Sie wurde
konzipiert als katholische Bekenntnisschule.
Der Weg vom Schulbauvorhaben bis zu seiner Verwirklichung war recht
lang: Die Kinderzahl in der kath. Volksschule, der Johannesschule im
Seminargebäude, nahm zu, und die Räume reichten nicht mehr aus.
Nicht allein die Raumnot, vielmehr noch drängten der weite Schulweg
und die Gefährdung der Schulkinder im Straßenverkehr zur Errichtung
einer zweiten katholischen Volksschule.
Schon Jahre vor der Errichtung der Willibrordschule stellte die
Graf-Ludwig-Schule, ev. Volksschule in Burgsteinfurt, Klassenräume
für Kinder des 1. und 2. Schuljahres der kath. Volksschule, die im
Stadtgebiet westlich der Bahnlinie Münster-Gronau wohnten, zur
Verfügung.
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Ein geeignetes Grundstück für den Neubau einer zweiten kath.
Volksschule war bereits im Flächennutzungsplan vom Juli 1956 an der
Kreuzstiege ausgewiesen worden. Nun wurden Entwürfe angefertigt,
wieder verworfen, Rücksprachen gehalten, bis endlich die Regierung
den Entwurf genehmigte und eine Bauhilfe gewährte.
Im Juni 1961 wurde mit den Bauarbeiten begonnen, und im November
1962 konnte das Richtfest gefeiert werden.
Im Juli 1963 wurden 203 Kinder in 6 Klassen unterrichtet. Die
einzelnen Klassenstärken betrugen damals:
Klasse 1 = 40 Kinder;
Klasse 2 = 32 Kinder;
Klasse 3 = 32 Kinder;
Klasse 4 = 33 Kinder;
Klasse 5/6 = 37 Kinder;
Klasse 7/8 = 29 Kinder.
Die Jahrgänge 5/6 und 7/8 wurden jeweils zusammengelegt,
um tragbare
Klassenstärken zu bekommen.
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Im Januar 1964 wurde der kommissarische Leiter der Willibrordschule
Heinz Stumpe zum „Hauptlehrer“ ernannt.
Die allgemeinen Schulverhältnisse konnten zunächst noch nicht
vollkommen sein. Die Umgebung des Schulhauses musste gestaltet
werden. Das etwa 200 m entfernte Lehmloch in ostwärtiger Richtung
vom Schulhaus aus, bisher als
Müllkippe benutzt, musste gartenbaulich verändert werden.
Schulbezirk war der ganze Bereich westlich der Bahnlinie
Münster-Gronau. Im Zuge der Reform des Schulwesens in NRW wurde die
bisherige Volksschule 1968 in Grund- und Hauptschule aufgeteilt. Die
Hauptschule war zunächst ohne eigenes Gebäude. Einige Klassen wurden
im Seminargebäude, andere in der Graf-Ludwig-Schule unterrichtet.
Im Gegenzug musste die Graf-Ludwig-Schule ihr Gebäude räumen. Sie
wurde dem Gebäude der Willibrordschule zugewiesen. Die
Johannesschule, kath. Grundschule, wurde dem Gebäude der
Bismarckschule zugewiesen.
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Im Jahre 1970 stimmten die Eltern der Kinder der Willibrordschule
fast geschlossen gegen die Umwandlung der kath. Grundschule in eine
Gemeinschaftsgrundschule.
Schulleiter war für das Jahr 1970 Herr Rektor Hans Reddemann.
Über mehrere Jahre von 1968 bis Oktober 1973 waren äußerste
Einschränkungen bezüglich der Klassenunterbringung hinzunehmen. In
diese Zeit hinein fiel die Zusammenlegung beider kath. Grundschulen.
Sie waren zwar auf dem Papier und verwaltungsrechtlich
zusammengelegt, aber eine Vereinfachung im Alltag des Schulbetriebes
war nicht gegeben.
Die Gesamtschülerzahl im Schuljahr 1973/74 betrug 263. Die Klassen
waren noch auf die Gebäude der Willibrordschule und der
Bismarckschule verteilt. Die Schulanfängerzahlen waren im
Stadtzentrum so zahlreich,
dass dort 2 Klassen gebildet werden
mussten. |
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Erst nach Beendigung der Herbstferien im Oktober 1973 wirkte sich
die Zusammenlegung positiv aus. Der Rat der Stadt entschied, dass
die kath. Grundschule im Gebäude der Willibrordschule verbleiben
durfte; und die Graf-Ludwig-Schule bezog ihr angestammtes Schulhaus
an der Königsberger Straße.
Nach den Oktoberferien 1973 konnten erstmalig alle Klassen der
Willibrordschule in einem Gebäude unterrichtet werden.
Ein von der kath. Kirchengemeinde finanzierter Schulbus beförderte
seit dieser Zeit die Willibrord-Schulkinder aus dem Stadtzentrum zum
Schulhaus an der Kreuzstiege.
Die Willibrordschule ist heute die einzige Bekenntnisschule im
Stadtgebiet Burgsteinfurt, somit Zielpunkt für jene Eltern, die ihre
Kinder durch eine Bekenntnisschule unterrichtet und erzogen wissen
wollen.
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Wie es dazu kam, Kindergarten,
Schule und Gemeindezentrum an
der Kreuzstiege mit dem Namen des hl. Willibrord zu benennen.
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