Dr. Maha Kamel-Weiler

 

Innenarchitektin, Künstlerin, Kosmopolitin, Mutter

 

Dr. Maha Kamel-Weiler

 

 

Ausbildung / Abschlüsse:


Bachelor of Aplied Arts (Diplom) Interior Design and Furniture (Innenarchitektur und Möbeldesign)
"very good with honour" (sehr gut mit Auszeichnung)


August 1986:


Master Degree (Magister)
Helwan University Kairo


1990 - 1992:


Stipendium an der Fachhochschule Münster (Westf.)

Juli 1996:


Doctor of Philosophy in Applied Art (Dr. phil.)
Furniture and Interior Design Branche (Fachbereich-Innenarchitektur und Möbeldesign)
"The Relationship between Interior Design and Organic Architecture" (Das Verhältnis zwischen Innenarchitektur und organischer Architektur)

 

Ausstellungen:


1996 Rathaus der Stadt Greven
1998 Landgericht Münster
1998 Kreissparkasse Steinfurt, Horstmar
1998 Stadtsparkasse Iserlohn
2006 AOK Steinfurt

2007 Kreishaus Steinfurt

 

Bild 2

Biografie


Ihre Biografie hört sich aufregend an: In Ägypten geboren, kam sie mit drei Jahren nach Deutschland, weil der Vater hier studierte und seine Doktorarbeit schrieb. Damals ahnte sie wohl noch nicht, dass sie einmal das künstlerische Erbe ihres Vaters antreten und in dessen Fußstapfen den gleichen Weg gehen würde.


„Mein Vater ist mein Vorbild, besonders als Künstler." Das Abitur machte sie in Ägypten und Schloss dort mit dem Magister ab. Aufgrund eines Stipendiums konnte sie Ihre wissenschaftliche Arbeit an der Fachhochschule Münster bei Prof. Dr. Barbara Kirchberg fortsetzen.


Auf Reisen durch ganz Europa begab sich Maha Kamel-Weiler, um Material für ihre Doktorarbeit zu sammeln. „Das Verhältnis zwischen organischer Architektur und Innenarchitektur" lautete ihr Thema, das sie „with honor" - mit Auszeichnung - in eine akademische Form brachte.
„Organische Architektur" ist eine rund 100 Jahre alte Architektur-Idee, deren berühmteste Verfechter Frank Lloyd Wright, Antoni Gaudi und Rudolf Steiner sind. Und Maha Kamel-Weiler.

 

Ihre Augen leuchten, wenn sie erklärt, worum es geht: „Die Formen der Natur bieten die Anregungen, aus denen sich Architektur entwickelt. Das kann ein Baum sein, ein Fisch oder Eiskristalle, eben alles Natürliche." Weltbekannte Beispiele wie die Louvre-Glaspyramide in Paris oder die
Gaudi-Bauten in Barcelona hat sie sich angeschaut.

 

Bild 3 - "Zwei Seiten sind jedem Menschen inne"

Realität


Im Kontrast zur Harmonie organischer Bauten steht ein Großteil der übrigen Welt-Realität. Kriege, Hunger, Katastrophen und Elend beschäftigen und quälen die Künstlerin. Ihr Ventil ist die Kunst. „Es gibt manchmal lange Phasen, in denen ich nicht male. Bis dann eine Explosion ihren Ausdruck findet."

 

Dann übersetzt sie ihre Empfindungen in Symbole, Elemente und Formen. „Warum?" war die zentrale Frage bei einer Serie von 44 Bildern, die sie im vergangenen Sommer in der Frankfurter Paulskirche ausstellte. Bei diesen Arbeiten verwendete sie Schablonen und Airbrush-Technik.


Ansonsten ist eher die Grafik in Kombination mit Aquarell ihre Technik, in der sie sich findet. Vorzugsweise in Schwarz, Weiß und Grautönen.

 

„Aber ich probiere auch immer wieder Neues."
Um ein gelungenes Kunstwerk zu erzielen, braucht es nicht nur Talent und Ausdruckskraft.

 

„Auch der kulturelle Hintergrund spielt eine große Rolle", sagt die Wahl-Steinfurterin.

Bindungen


Im Jahre 2004 zog die Familie, zu der Ehemann Guido-Friedrich und Tochter Mariam gehören, nach Burgsteinfurt. Darin hatten sie bereits eine große Routine, denn die Liste ihrer bisherigen Wohnorte liest sich so: Münster - Montargis in Frankreich, - Speyer - Horstmar - Heilbronn - Horstmar. Hier in Steinfurt fand sie ein Haus, das auf Anhieb ihren Vorstellungen entsprach und in dem sie nun ihren innenarchitektonischen und künstlerischen Leidenschaften freien Lauf lassen kann.


Auch wenn das nach Sesshaftigkeit aussieht, Dr. Maha Kamel-Weiler ist und bleibt eine Kosmopolitin: Ein bis zweimal im Jahr reist sie nach Kairo, nicht nur wegen der familiären Bindungen. Als Dozentin hält sie Vorlesungen am „College of Applied Arts", der Akademie für angewandte Künste.

Bild 4 - "Reichtum eines Teichs"

Bild 5 - "Abstrakt"

"Der Weg zu meinem Seelenleben"

 

Wenn die Künstlerin versucht, ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen, gibt es stets etwas, was sie motiviert, das leere Blatt vor ihr auszufüllen. Dieses Blatt ist der Weg, ihre Wünsche und Ideale darzustellen. Ziel ist die Perfektion, insbesondere solcher Zustände innerhalb der Gesellschaft oder in der Politik, die sie ablehnt oder verändern will. Dies führt dazu, dass sie den Dingen ein Element zuweist. Das Arrangement der Formen und Symbole entspricht ihrer Vorstellung. Hierbei spielt die Wahrung von Harmonie und Ausgewogenheit eine tragende Rolle. Beeinflusst durch technische Erfahrung, Kultur und artistisches Talent, eingelagert im Unterbewusstsein der Künstlerin entsteht so eine abstrakte Komposition aus Form und Farbe.

 Dr. Maha Kamel-Weiler

 

Bild 6 - "Von Ufer zu Ufer"

AOK macht Platz für die Kunst
Erste Ausstellung zeigt Malerei

Die Idee war schnell geboren. Nachdem die Räumlichkeiten der AOK an der Alexander-Koenig-Straße renoviert und umgestaltet waren, boten die frisch gestrichenen Wände geradezu den idealen Hintergrund für Bilder.


Aber nicht irgendwelche, dachte sich AOK-Vertriebsgebietsleiter Jörg van Gessel, sondern die Werke von Künstlerinnen und Künstlern aus der Region sollten künftig die Geschäftsräume schmücken.

 

In Zusammenarbeit mit dem Kunstverein Steinfurt erfolgt in dieser Woche der Auftakt zu einer Ausstellungsreihe. Den Anfang machte die Künstlerin Dr. Maha Kamel-Weiler. Die gebürtige Ägypterin lebt seit knapp zwei Jahren mit ihrer Familie in Steinfurt.

Die Titel „Ich liebe dich", „Windmühlen" oder „Von Ufer zu Ufer" zeugen von der unkomplizierten, offenen und herzlichen Art der Künstlerin.

 

Monochrome Grafiken wie auch Bilder in Airbrush-Technik und mit Aquarell-Effekten waren in der AOK-Ausstellung im Frühjahr 2006 sechs Wochen lang zu sehen

Bild 7 - "Dresden"


 

wird fortgesetzt

 


Textauszüge aus 2 Berichten der Münsterschen Zeitung, Autorin Annelene Starmann: - Erscheinungsdatum 24.12.2004: "Die Kunst als Ventil" - Abschnitte: Biografie, Realität, Bindungen; Erscheinungsdatum 31.03.2006: "AOK macht Platz für die Kunst"

Textbearbeitung: Willi Tebben

Text "Der Weg zu meinem Seelenleben": Dr. Maha Kamel-Weiler

Bilder: Dr. Maha Kamel-Weiler (Bild 1, 2 und 5); Willi Tebben (Bild 3, 4, 6 und 7)



 

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