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Zwergenaufstand in Westfalen Steinfurt, 25. Juli 2005
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Was war da los? Am Montagnachmittag auf der Wiese der Rolinckbrauerei, die ansonsten nur beim Osterfeuer so viele Menschen sieht? Die Randstreifen der Wettringer Straße voll beparkt, an- und abfahrende Autos, der Verkehr schleppend. |
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Man stand Schlange, auch in strömendem Regen, man trug Kisten davon |
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Gegen 60 Kronkorken von Rolinckbierspezialitäten gibt es seit Montagnachmittag bei der Rolinckbrauerei in Steinfurt einen lustigen deutschen Gartenzwerg. Rote Mütze, Rauschebart, kräftig gebaut, verzückter Blick und leutseliges Lächeln, mit dem der Zwerg die Rolinckbierkiste vor dem Bauch präsentiert |
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Der Steinfurter begibt sich aufs Feld, zumindest auf Rolincks Wiese zum Aufstand. Zum Zwergenaufstand. Um was? Um Bier? Um Zwerge? Um die Wirtschaft? |
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Wenn es dem Volk schlecht geht, ist das als erstes bei dem erhöhtem Umsatz der Bierbrauereien zu verzeichnen. |
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Schlange stehen, nicht für Brot, Möbelsonderangebot, Gutscheingeschenk oder Eröffnungssekt.. Nein, Schlange stehen für Zwerge, die hart erkämpft worden sind in bierseligen Nächten um eine möglichst große Anzahl von Kronkorken als Tauschpfand vorweisen zu können. |
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Vierzehntausend Zwerge hat Rolinck angeblich geordert. Diese proben in Steinfurts Gärten demnächst den Zwergenaufstand. Wahrscheinlich nachts, wenn es keiner sieht. Dann ziehen sie los, versammeln sich um für bessere Bedingungen in deutschen Gärten einzutreten. |
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Die Rolinckbrauerei hat mit ihrer Werbekampagne den Nerv der Zeit genau dreimal getroffen. Sorgen wegtrinken, den Aufstand zu erproben und per Anstand für etwas ins Feld zu ziehen... |
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... und sei es nur auf Rolincks Wiese, auf der man 1-2 Stunden in der Schlange anstehen durfte um den erkämpften Zwerg auf die heimische Weide zu schicken. |
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| Bericht: Ulla Kreienkamp; Fotos: Rudolf Kreienkamp |