Weltkindertag 2007

 

Eine echt starke Veranstaltung in Steinfurt zum Tag des Kindes auf dem Bagnoquadrat an 23. September.

 

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Bild 110 - Die Fechtgruppe zeigt abseits der Bühne den interessierten ...

Bild 111 - Zuschauern die hohe Kunst des Klingenkreuzens ...

Bild 112 - in echt packenden Zweikämpfen.

Bild 113 - ... und zu diesem Thema müssen wir dann doch

einmal etwas ausführlicher schreiben:

Wie Sie in den vorangegangen Seiten unschwer erkennen können, haben die Organisatoren und Aktiven weder Kosten noch Mühen gescheut, für die Kinder - die Hauptpersonen an diesem Tag - eine unvergessliche Atmosphäre mit "Action", Infoständen, Kunst, Kreativität, Bühnenshows und einigen Leckereien auf dem Bagnoquadrat zu zaubern. Die Kids waren also pausenlos in Bewegung und schwer beschäftigt. Und die nun so urplötzlich alleingelassenen  und vereinsamten Erwachsenen? Was wurde ihnen zum Ausgleich und zur Zerstreuung an diesem Tag geboten?

 

Der Betreiber des Kiosks hatte sich da eine ganz besondere Attraktion einfallen lassen, die von den meisten Besuchern begeistert angenommen wurde. Er ließ einfach eine Besucherschlange vor der Ausgabe bilden und so hatte man genug Zeit und Muße, neue Bekanntschaften zu schließen, die wichtigsten Erfahrungen in allen Lebenslagen auszutauschen und das Neueste in Kindererziehungsfragen zu erörtern. Hier konnte man in aller Ruhe die großen Themen Politik, Kirche und Fußball im größeren Kreis diskutieren und irgendwann kam es dann auch zum Höhepunkt dieses tollen und unterhaltsamen Freizeitangebots: Man konnte, wenn man sich nach vorne gewartet hatte, seine Bestellung aufgeben, denn Diskussion und Unterhaltung macht nun mal einfach hungrig und durstig.

 

Und schließlich soll die Gastronomie doch ebenfalls auf ihre Kosten kommen. So'n Kiosk trägt sich bekanntlich leider nicht von allein und ohne Umsatz. Personal- und Energiekosten müssen ja schließlich auch irgendwie beglichen werden.

 

Dennoch blieb auch hier vor der Kasse immer noch genügend Zeit für eine freundliche Verabschiedung von den netten Gesprächspartnern und vielleicht auch noch für eine letzte gemeinsame Zigarette.

(Das Letztere dürfte ich eigentlich an dieser Stelle gar nicht mehr schreiben im Zeitalter des gesetzlich geregelten Nichtrauchens, aber dennoch wurden vereinzelt Freunde des blauen und leider wissenschaftlich nachgewiesenen tödlichen Qualms -steht auf jeder Packung, also muss es stimmen!- gesichtet. Und wir schreiben bekanntlich auch für Minderheiten!).

Ich glaube, ich schweif mal wieder ab, also zurück zum Thema. - Anm. d. Autors.

 

Leider hatte ich an diesem Nachmittag meine Geldbörse zu Hause vergessen! War nämlich nur noch ein bisschen Hartgeld drin wegen der stark steigenden Lebenshaltungskosten, aber dennoch wurde ich immer herzlich in der Warteschlange aufgenommen. Ich habe es echt genossen, denn da ich etwas flexibler war wegen der nachweisbaren mangelnden Kaufabsicht meinerseits gegenüber den Bestellwilligen, konnte ich mir natürlich die interessantesten Gespräche in der Wartereihe aussuchen. Ich nahm ja keinem den Platz weg in der hier mit aller Notwendigkeit streng geregelten Hierarchie! Aber was ich hier alles so erfuhr, kann mir kein Radio, kein Fernsehen und nicht mal die Tagespresse bieten. Aber bitte nicht weitersagen! Nicht dass das Warten in der Schlange nachher auch noch gebührenpflichtig wird!

 

Und auch das sollte mal klar und eindeutig zum Ausdruck gebracht werden, was in unserer eher kommunikationsarmen Zeit normalerweise untergeht: hier vor dem Kiosk auf dem Bagnoquadrat gesellte man sich als Fremder hinzu, und einige Zeit drauf trennte man sich von echten Freunden und vielen neuen und interessanten Bekannten.

 

Bild 114

Normalerweise wäre hier nun unser Bericht über das "Highlight" für die Kinderbegleitpersonen zu Ende gewesen, aber Gott sei Dank hatte sich unser Kioskbetreiber noch ein weiteres Bonbon einfallen lassen, um den oben beschriebenen Genuss seiner Gäste noch zu verlängern bzw. sogar zu steigern.

 

Er führte nämlich für diesen Tag das Pfandgeld ein. Was war das für eine Freude. Nach dem Verzehr konnte man sich mit seinem "Spülkram" und Leergut wieder in die besagte Schlange einreihen und dieses Mal wurde man sogar für seine Ausdauer noch bezahlt, wenn man an der Kasse dann mal dran war.

 

Und es war die Gelegenheit, das vorher begonnene Gespräch mit seinen Freunden fortzusetzen. Man brauchte dafür nur das richtige Gefühl für die richtige Zeit, um sich gemeinsam in der Schlange wieder zu finden. Profis mit gesteigertem Informationsbedarf bevorzugten allerdings neue Gesprächspartner mit neuen Themen zwecks Abrundung der Gesamtinformationen.

 

Abschließend kann ich also mit Genugtuung feststellen, dass dieser Versuch der Kommunikationsförderung auf dem Bagnoquadrat ein Volltreffer war. Man hatte Zeit füreinander, man führte fröhliche Gespräche mit Gleichgesinnten. Natürlich maulte auch schon mal einer, aber das kommt schließlich in den besten Familien vor.

 

Und das Schönste: sogar die Platzfrage war hervorragend geregelt. Kam man endlich mit seinen Getränken und dem Verzehr zu seinem bevorzugten Platz, hatten die dort sich noch Aufhaltenden bereits ihren Kaffee auf und reihten sich unverzüglich in die Wartereihe ein wie im zweiten und dritten Absatz neben Bild 114 ausführlicher beschrieben.

Fazit: Ein rundum gelungener Nachmittag!

 

Bild 115 - Während wir dann leider schon gehen mussten, ...

Bild 116 - trudelten am laufenden Band ...

Bild 117 - weitere Besucherscharen ein.

Bild 118 - Es hatte sich eben herumgesprochen:

Bild 119 - Auf dem Bagnoquadrat ist echt was los!

Ende

 

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Text: Willi Tebben

Fotos: Willi Tebben


 

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