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Bild 1 - Wasserstraße 16 - Stand 12.08.2006
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Bild 2
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Flurstücksangaben
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Baugeschichtliche Beurteilung, Westfälisches Amt für
Denkmalpflege, März 1991
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Das Gebäude ist für die Geschichte der Stadt Steinfurt bedeutend, weil es die Bebauung des Stadtkerns von Burgsteinfurt in typischer Weise vertritt und wesentliche Abschnitte der Stadtentwicklung dokumentiert: Um 1600 entwickelt sich Burgsteinfurt zu einem geistlichkulturellen Zentrum des Kalvinismus in Westfalen und wurde Zufluchtsort zahlreicher aus den münsterländischen Städten vertriebenen Kalvinisten und Mennoniten, die größtenteils aus begüterten Familien stammten. Infolgedessen erhöhte sich die Einwohnerzahl Burgsteinfurts von ca. 1.500 im Jahr 1580 auf ca. 2.500 Personen im Jahr 1617. In Verbindung mit der daraus resultierenden Stärkung der Wirtschaft Burgsteinfurts kam es zu dieser Zeit zu einer enormen Neubautätigkeit.
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Bild 3 |
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Bild 4 |
An dem Gebäude Wasserstraße 16 kann sowohl ein wissenschaftliches als auch ein volkskundliches Interesse geltend gemacht werden:
Darüber hinaus kann an dem Gebäude ein städtebauliches Interesse geltend gemacht werden: Seine Lage an der platzartigen Einmündung der Straße Viefhoek in die Wasserstraße kennzeichnet nicht nur den alten Straßenverlauf, sondern wurde bei der Erneuerung des Gebäudes in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts für eine fassadenartige Gestaltung der nördlichen Traufwand genutzt. So trägt das o. g. Objekt in starkem Maße zu dem historischen Erscheinungsbild dieser platzartigen Straßeneinmündung bei und setzt als Auftakt zur geschlossenen Straßenflucht in dem sich südlich anschließenden Bereich der Wasserstraße einen wichtigen städtebaulichen Akzent.
Deshalb besteht an der Erhaltung und Nutzung des Gebäudes Wasserstraße 16 in Burgsteinfurt aus ortsgeschichtlichen, architekturhistorischen, wissenschaftlichen und städtebaulichen Gründen gem. § 2.1 DSchG NW ein öffentliches Interesse. |
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Bild 5 |
Bild 6 |
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Bei dem Gebäude handelt es sich um ein giebelständig zur Wasserstraße ausgerichtetes, eingeschossiges Gebäude mit Satteldach, dessen zum Viefhoek gerichtete Traufwand von einem mittig angeordneten Zwerchhaus geprägt wird. Währen der zur Wasserstraße gelegene Gebäudeteil in massiver Bautechnik ausgeführt ist, weist der rückwärtige Gebäudeabschnitt eine Fachwerkkonstruktion auf, die eine Entstehung dieses Hausabschnitts um 1600 nahe legt. Diese Datierung begründet sich zum einen durch die Verzimmerungstechnik und zum anderen durch die Form der Taubandknaggen unter dem verbreiterten Giebel zum Viefhoek und an der südlichen Traufwand.
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wird fortgesetzt
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Text: Stadtarchiv Steinfurt Fotos: Willi Tebben (Bild 1-6) |
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