Vorlesen an ungewöhnlichen Orten

 

Aktionen zum bundesweiten Vorlesetag am 23. November 2007 in Steinfurt

 

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Bild 22 - Schon in ganz jungen Jahren erkannte Gargantua seine Fähigkeiten, gestandene Persönlichkeiten wie Haushofmeister an

der Nase herumzuführen und so berichtet unser Redner vom Streich

mit den Pferdeställen im Obersten Geschoß, etliche Treppen hoch.

Ja, und zum guten Schluss kommt ein Kapitel, das so originell

vorgetragen wird, dass ich anfange, mir Sorgen zu machen um die Lachmuskeln der Anwesenden bzw. der geregelten Atmung.

Bild 23 -  Es geht hier um die langwierigen aber interessanten Versuche Gargantuas um die perfekte Art des Arschwischens. (Ist zwar ein Bah-Wort und ich verwende es hier nur ungern. Aber so leid es mir tut: steht wirklich so im Buch. Und was vor 500 Jahren schon im Sprachschatz vorhanden war und vor einigen Jahren sogar ins Deutsche übersetzt wurde, kann ich doch auch nicht einfach so umbenennen. - Anm. d. Autors). Jedenfalls kugelte sich alles vor Lachen.

Bild 24 - Das Ganze wird natürlich auch fotografisch festgehalten.

Bild 25 - Ein sichtlich entspannter und

vergnügter Sprecher.

Bild 26 - ... und noch ein Foto für die Presse.

Bild 27 - Es folgen noch ein paar Impressionen ...

Bild 28 - von dieser außergewöhnlichen Lesung.

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Bild 32 - Das könnte wahrlich noch stundenlang so weitergehen.

Aber irgendwann muss ja doch mal Schluss sein. Leider!

 

Bild 33 - Aber diese Lesung macht echt Appetit auf mehr, und so reift

bei mir der Entschluss, dieses Buch ebenfalls käuflich zu erwerben.

Und so geschah es! Gleich nach der Lesung ging es ab zur Buchhandlung.

Natürlich war das Buch hier nicht vorrätig. Hatte wohl noch nie jemand danach gefragt. Im Zeitalter der Computer ist das aber absolut kein Problem und so hielt ich am nächsten Morgen das begehrte Exemplar in meinen Händen. In den darauf folgenden Tagen mutierte dieses Buch dann laut Hinweisen der Buchhandlung zum Renner und ist heute in Burgsteinfurt bestens bekannt.

 

Nun ziehe ich mir genüsslich jeden Abend vor dem Schlafengehen ein paar Seiten rein. Meine Frau meinte dieser Tage, dass ich seitdem im Schlaf oft vor mich hin lächle. Und in der Tat muss ich sagen: "Ich wäre sehr glücklich, wenn ich die Begabung hätte, so zu schreiben und meine detailgetreue Darstellungen entsprechend zu präsentieren." Vielleicht würde ich dann doch mal ein Buch für so eine Lesung schreiben.

 

Aber eins ist sicher. Das müsste dann der Lutz Göhnermeier wieder vorlesen. Wer auf eine so perfekte Weise solche Texte vortragen kann, gehört zur absoluten Spitzenklasse, und bei seinen Lesungen sollte man einfach dabei gewesen sein. Vor allem Leute wie er haben auch mit Schuld daran, wenn die Menschen heute wieder mehr lesen! - Anm. d. Autors

 

Soweit zur ersten Lesung, die wir an diesem Tag in der Kirchstraße 14 besuchten. Aber das ist erst der Anfang.

 

Pünktlich zu 15.30 Uhr finden wir uns im Sitzungssaal des Alten Rathauses direkt am Marktplatz in Burgsteinfurt ein zum zweiten Teil des Vorlesetages. Das Thema lautet: Erinnerungen eines alten Burgsteinfurter Schülers aus seiner sechsjährigen Gymnasialzeit. - Aus der Autobiographie von Alexander Koenig, Professor Dr. phil. et Dr. med. hon. c. Geheimer Regierungsrat in Bonn a. Rhein (1858 - 1940)

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Text: Willi Tebben

Fotos: Willi Tebben (Bild 22 - 24, 26, 34 - 38); Carsten Wilms/WDR (Bild 25, 27 - 33)


 

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