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Volker-Leiß-Band im Litfaß |
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Kunst, Kultur und Kneipe in der Musikstadt Steinfurt |
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Freitag, der 20. April 2007: die Turmuhr läutet soeben die 20te Stunde des heutigen Tages ein und die außergewöhnlich vielen Fußgänger, die zu dieser Abendstunde die Leerer Straße im Innenstadtbereich durcheilen, haben nur eins im Blick: die Eingangspforte der Kunst-, Kult- und Kulturkneipe "Litfass". Da stellen wir uns natürlich und voller Neugierde die Frage: "Warum eigentlich?" Um eine Antwort darauf zu bekommen, schließen wir uns also einfach mal an und spielen ein wenig Mäuschen. Da, an der Tür klebt ein Zettel mit dem Hinweis, dass hier heute Abend ein Live-Konzert mit der VLB (Volker-Leiß-Band) stattfindet. Da stand doch heute Morgen auch was in der Tageszeitung!? Ein bisschen intensivere und frühere Werbung für dieses Konzert hätte vielleicht auch ganz gut getan. So blieb es mehr bei der Mundpropaganda, aber die funktionierte offensichtlich auch ganz gut. Gespannt betrete ich also das "Litfaß" und geselle mich zu den bereits voller Vorfreude wartenden Gästen. Natürlich kenne ich Dr. Volker Leiß (den Groß-Meister aller Flöten) und seine ganz hervorragende Musik, die ich in einigen Live-Konzerten schon erleben durfte, die er u.a. auch gemeinsam mit H.-R. Waterkamp gestaltete. Das Duo Hans-Ralf Waterkamp und Wollo Seidel, von dem ich immer noch schwer begeistert bin, habe ich ja bekanntlich bereits auf dem Hoffest bei Schröder-Leugermanns am 01. April 2007 in Leer-Ostendorf kennen gelernt. Unbekannt für mich ist zu diesem Zeitpunkt lediglich das vierte Mitglied der Band, Thomas Krause, und welche Musik die Formation "Volker-Leiß-Band" spielt, da ich sie bisher noch nicht in dieser Zusammenstellung erlebt habe. Ich nehme das Ergebnis einfach schon mal vorweg: es wurde für mich ein Abend der Superlative, ein weiterer aufregender Höhepunkt in meinem an "Highlights" nicht gerade armen Leben. Hier erlebt man hautnah, warum sich diese 4 Freunde der unterschiedlichsten Musikrichtungen gefunden haben und dennoch eine so wunderbare und einmalige Harmonie an den Tag legen, dass sie spontan im Jahr 2005 eine Band gründeten und nun als "Volker-Leiß-Band" alle Musikliebhaber mit ihren Songs begeistern, ja vielleicht sogar süchtig machen.
Mich hat es auf jeden Fall voll erwischt!
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Bild 1 - Viele Gäste haben sich bereits weit vor Konzertbeginn eingefunden, um die besten Plätze zu reservieren. |
Bild 2 - Kurze Zeit drauf ist es hier rappelvoll. Da wäre diese Aufnahme so gar nicht mehr möglich gewesen. |
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Bild 3 - Die Band stimmt den ersten Song an. Die Mitglieder der VLB (v.li.n.r.): Dr. Volker Leiß, Hans-Ralf Waterkamp, Thomas Krause und Wollo Seidel. |
Bild 4 - Hans-Ralf Waterkamp (arbeitet auch unter dem Vornamen Hansi) an der Akustik-Gitarre, Lead-Sänger und für die launigen Ansagen während des Konzerts zuständig. |
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Bild 5 - Er ist der Namensgeber der Band: Volker Leiß. Es war allerdings nicht seine Idee. Wie es dazu kam, erklärt uns Hansi Waterkamp so: Eines Tages nach einem Auftritt der Formation fragte jemand nach Volker Leiß. Die Antwort von Wollo Seidel (Bild 6) spontan: "Der ist schon nach Hause, wir sind nur seine Band!"
So einfach und treffend kann die Namensfindung sein.
Volker Leiß ist zuständig für Flöten, Gesang, Shake und anderes "Gerappel". Ein besonderer Clou sind noch 2 kleine Glöckchen! |
Bild 6 - Wolfgang "Wollo" Seidel, ein phänomenaler Gitarrist, von Natur aus ein echter Rock'n Roller und begnadeter E-Gitarrist., Er spielt in dieser Formation aber die Akustik-Gitarre und holt aus diesem Instrument sogar noch das eigentlich Unmögliche raus. Er macht da weiter, wo der 1970 in London unter tragischen Umständen verstorbene weltberühmte Gitarrist Jimi Hendrix -einer der kreativsten und innovativsten Köpfe der Rockmusik- in seinem Schaffen jäh gestoppt wurde.
Muss man einfach gehört haben.
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Bild 7 - So was suchen Sie bei der Volker-Leiß-Band auf der Bühne allerdings vergeblich. Dafür hat die Band den Thomas Krause (Bild 8). Er hat zwar u.a. eine klassische Schlagzeug-Ausbildung und beherrscht seine "Schießbude" perfekt, hier allerdings sorgt er mit seinem Cajon (sprich: Kachon) für den richtigen Schlagzeug-Sound. Die Idee, eine simple Holzkiste als Trommel zu verwenden, kommt eigentlich von den Baumwollfeldern aus Amerika. Die Plantagenbesitzer verboten den dort arbeitenden Sklaven ihre Musikinstrumente, und so nahmen sie zum Musizieren eben das, was verfügbar war, nämlich Kisten für den Transport der Baumwollernte. Durch seine Größe lässt sich das Cajon ohne Mühe überall mitnehmen und passt selbst auf die kleinste Bühne. Der Klang ist beeindruckend. Unverstärkt ist es kaum lauter als eine Akustikgitarre, mit einem Mikrofon versehen klingt es auch auf großen Bühnen wie ein komplettes, druckvolles Schlagzeug. Das Cajon ist eine der
wichtigsten Neuentdeckungen im Bereich Rhythmus und Percussion.
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Bild 8 - Da ist er, der Thomas Krause mit seinem Cajon. Gespielt wird sitzend auf dem Cajon, während mit den Händen auf den Schlagflächen getrommelt wird. Zur seiner weiteren Ausstattung gehört noch ein Becken und außerdem setzt er seine Stimme noch mit ein. |
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Bild 9 - Wie nannte ihn Hansi Waterkamp noch so liebevoll in seinen Ansagen: Sperrholzkisten-Michelangelo? |
Bild 10 - Wollo in Action: mal bretthart, mal samtweich, aber immer perfekt! |
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Bild 11 - Das Publikum kommt aus dem Staunen gar nicht mehr raus ... |
Bild 12 - und ist mit Begeisterung dabei! |
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Bild 13 - Die 4 haben eine unglaubliche Akustik-Power drauf. spielen Songs aus ihrer "Sturm- und Drangzeit": Musikrichtung Jazz, Folk, eigene Kompositionen und natürlich Cover-Versionen von Rocklegenden. Und so hört man denn schon mal die "Karnickeljagd" frei nach einem Song von Bernie's Autobahnband oder aus "Daddy Cool" (Boney M) wird "Vatter Kühl", natürlich auch mit deutschem Text. Sie präsentieren in lockerer Folge Highlights der Rock- und Popgeschichte wie Songs von Jimi Hendrix, Jethro Tull, Chuck Berry, Cat Stevens und vielen anderen mit immer wieder neuen musikalischen Entwicklungen, aber stets mit einem unglaublichen Groove. (Groove bezeichnet in aller Kürze gesagt die musikalische Eigenschaft, innere Anteilnahme am rhythmischen Geschehen und Bewegungsfreude hervorzurufen. - Anm. d. Autors) |
Bild 14 - Übrigens, das Quartett verbindet nicht nur die Liebe zur Musik, sie haben auch alle das Sternzeichen "Fische". Was liegt da näher, die Band auch als "Sushi-Connection" zu bezeichnen. Unter diesem Namen tritt das verbleibende Trio tatsächlich auch auf, wenn Volker Leiß einen Termin mal nicht wahrnehmen kann. |
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Text: Willi Tebben Fotos: Willi Tebben Bild 7: Fotomontage Willi Tebben |