Kunst im KLG
Klaus Soostmeyer
Kunst mit der Kettensäge
Klaus Soostmeyer
Projekt 1 - 2006
 

Kunst im Kreislehrgarten

Kettensägenkünstler Klaus Soostmeyer: Projekt 1 / 2006 - Seite 1


 

Burgsteinfurt, 16. Mai 2006 - Die Morgensonne nähert sich bei fast wolkenlosem Himmel dem Zenit und schickt seine lieblichsten Sonnenstrahlen in eins der schönsten Gärten im Münsterland, dem Kreislehrgarten. Schließlich ist es ein besonderer Tag. Heute soll der Startschuss zu einem Ereignis der Spitzenklasse fallen. Unser Schnitzer mit den Kettensägen, Klaus Soostmeyer, wird in den nächsten Wochen live vor den Augen der Besucher und zufällig vorbeikommenden Passanten die Stämme der dem Schneechaos im November 2005 zum Opfer gefallenen Tannen in Kunstwerke verwandeln. (Wir kündigten das bereits im Januar 2006 an)

Nun geht es also los. Der Baum wurde heute Morgen eingerüstet, immerhin ist er um die 7,5 Meter hoch. Und da mit Kettensägen gearbeitet wird, die ja bekanntlich nicht ganz ungefährlich sind, heißt es ganz klar: Sicherheit geht vor!

Glockenschlag 15 Uhr werden wir Nachbarn durch das Anlaufen der Säge darauf hingewiesen: der Meister ist am Werk. Also Kamera geschnappt und nichts wie hin. Wir wollen ja schließlich von Anfang an und dann weiterhin täglich über den Fortschritt der Arbeiten berichten.

Wir beobachten unseren Künstler aus sicherem Abstand, denn Späne und auch schon mal ein größeres Stück Holz landen auch schon mal neben dem Gerüst. Also Sicherheitsabstand halten!!!

In den Sägepausen werden wir auch Nahaufnahmen des Kunstwerks machen, um alles genauestens zu dokumentieren.

 

Bild 1 - Das Projekt 1 direkt neben der Bushaltestelle am Veltruper Kirchweg

 

 Bild 2 - Zunächst muss mal alles grob weggeschnitten werden, was nicht zur Skulptur gehört

  Bild 3 - Dann wird schon etwas feiner die Kontur angezeichnet, denn man kann ja bekanntlich wohl ab-, aber nichts dransägen!

 

Bild 4 - Langsam schälen sich Konturen aus dem Stamm heraus

 

Atemlose Spannung herrscht bei den Zuschauern. Man kann sich noch keinen Reim drauf machen, was unser Meister da schnitzt. Natürlich hat er in den langen Wintermonaten nachgedacht, geplant und vielleicht auch ein Modell von seinen Vorstellungen gemacht. Da jeder Schnitt exakt sitzt, merken wir, dass er genau weiß, was er da vor unseren Augen macht. Da er aber nach wie vor eisern dicht hält, brodelt die Gerüchteküche. Es ist hochinteressant, was die Besucher nach den ersten Schnitten zu erkennen glauben und das auch den anderen mitteilen.

Plötzlich durchzuckt ein irrer Gedankenblitz einen der im Garten versammelten Zuschauer. "Ist das etwa das neue Wappentier des Stadtwappens von ...???" Dieser Gedanke wird natürlich sofort von unserem Künstler zurückgewiesen. Nein. dieser Vogel hat eine völlig andere Bedeutung. "Nun wartet doch einfach mal ab!"

Und übrigens hat unser Wappen überhaupt kein Tier!!!

Der Typ spannt uns ganz schön auf die Folter. Also schauen wir nun einfach staunend zu, wie sich in kürzester Zeit der obere Teil des Baumstamms in eine wunderschöne Skulptur verwandelt, und das alles nur mit Hilfe einer schnellen Kettensäge und extrem geschickter Hände.

 

Bild 5 - Ja, was ist das denn??!

 

Bild 6 - Schöpferische Kunstpause

 

Bild 7 - Safety first

 

Bild 8 - Steht dem Geier auch ganz gut!

 

Bild 9 - und weiter geht's

 

  Bild 10 - Wo gesägt wird, fliegen natürlich auch die Späne und manchmal sogar Kaminholz

Bild 11 - Hier folgen ein ...

Bild 12 - ... paar Detailaufnahmen ...

 

Bild 13 - ... aus nächster ...

 

Bild 14 - ... Nähe kurz vor der ...

 

Bild 15 - ... Vollendung.

 

Bild 16 - fertig

 

Nachdem der Vogel geflämmt ist und somit fast lebensecht wirkt, ist die Spitze des Kunstwerks fertig gestellt. Lassen wir uns also überraschen, wie es weitergeht. Wir werden täglich weiter berichten, also bleiben Sie dran. Oder noch besser, kommen Sie doch einfach mal vorbei und schauen Sie dem Meister ein wenig zu. Anschließend werden Sie wahrscheinlich ungern weitergehen oder fahren.

 

Am 19.05.2006 überraschte uns die nebenstehende Pressenotiz auf der 1. Seite der Münsterschen Zeitung.

Lesen Sie hier den dazugehörigen Bericht aus dem Steinfurter Lokalteil.

Hier endet nun unser Bericht über den Geier, der die Spitze der später ca. 7,5 m hohen Skulptur krönt. Dies ist aber erst der Anfang. Viele Motive werden noch folgen in den noch verbliebenen etwa 6,5 m hohen Stamm dieser Tanne.

Wie es weiter geht, erfahren Sie auf der Seite 2 des Projekts 1/2006 im KLG

 


Text: Willi Tebben
alle Fotos: Willi Tebben

 

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