Das Schloss in Burgsteinfurt - Die Unterburg
(Vorburg)
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Bild 1 - Das Torhaus mit Blick auf die "Hohe
Schule" |
Bild 2 - Blick am Torhaus vorbei auf die Unterburg
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Bild 3 - Jeder, der das Schloss besucht oder wieder
verlässt,
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Die geschichtliche Entwicklung der Unterburg:
- Im 13 Jahrhundert Anlage der Unterburg - nach 1396 Vervollständigung der Ringmauer als Fortführung der Stadtmauer - 1617 Zusammenfügung von Torhaus und „Ritterburg“, etwa gleichzeitig Baubeginn des rückwärtigen, langen Wirtschaftsgebäudes mit dem Westflügel - 1739 Verlängerung diese Traktes nach Osten - Ende des 18. Jahrhunderts Errichtung der beiden Ökonomiegebäude auf dem Hof. |
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ÄUSSERES DER UNTERBURG: Die Unterburg hat den Grundriss eines Halbkreises. Sie ist ebenfalls mit einer Wehrmauer umgeben, die allerdings an der Seite zur Oberburg hin fehlt. Zur Stadtseite versteckt sie sich wieder unter den daraufsitzenden Gebäuden.
In Bezug auf Stärke und Höhe hält sie keinen Vergleich mit der Mauer um die Oberburg aus. Mit dem Fuß steht sie ganz im Wasser, wie es für westfälische Wasserburgen des späten 13. Jahrhunderts typisch ist. Der Südteil der Mauer der Unterburg steht jedoch auf festem Land.
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Bild 4 - Die "Ritterburg" rechts neben dem Torhaus im Sommer ...
Bild 6 - ... wie im Winter
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Bild 5 - Blumen stehen der Ritterburg auch gut
Das Prunkstück der Unterburg ist das malerische Torhaus von 1617 gegenüber der Schlossmühle. Es bewacht den einzigen Zugang zur gesamten Burg. Der hochgestreckte Fachwerkbau hat die für Burgsteinfurt so typischen vorkragenden Ober- und Giebelgeschosse auf Knaggen.
Gleich rechts an das Torhaus schließt sich fast nahtlos ein weiteres zweistöckiges Bauwerk an. Es wird „Ritterburg“ oder auch Rheinescher Hof genannt. Auf ihm lebten nämlich von etwa 1200-1500 die Ritter von Rheine, die als Burgmannen im Dienste der Edelherren von Steinfurt standen. Sie waren abhängige Adlige, sog. Ministerialen, und hatten die Burg ihres Herrn zu verteidigen.
Dieser Burgmannshof benutzt in seinem Untergeschoss als Außenwand die Burgmauer, während das obere Saalgeschoss aus Fachwerk besteht.
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Insgesamt gesehen muss die Unterburg wesentlich jünger als die Oberburg sein. Ihre dünneren Mauern stehen direkt im Wasser, so wie es kurz vor 1300 in Mode kam. |
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INNERES DER UNTERBURG: Unsere Beschreibung soll dem Weg des Betrachters durch die beiden Innenhöfe folgen.
Der Hof der Unterburg überrascht durch seine Weite und durch die Anspruchslosigkeit der meisten Gebäude.
Gegenüber dem Eingang liegen zwei niedrige Ökonomiegebäude. Es sind Giebelhäuser mit Krüppelwalmdächern und Tennentoren.
Diese bäuerlichen Wirtschaftsgebäude sind in den schlichten Formen, aber auch in den guten Maßen des Klassizismus vom Ende des 18. Jahrhunderts gehalten. |
Bild
7 - Blick auf die Unterburg vom Turm aus |
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Im Hintergrund des Hofes erhebt sich eine sehr langgestreckte Scheune von zwei Stockwerken, deren Alter man weit unterschätzt.
Das Obergeschoss besteht aus einem einzigen riesigen Saal mit einem offenen Kamin. Mit der Rückseite steht es wieder einmal auf der mittelalterlichen Burgmauer. Bei seiner Errichtung mussten auf der Grabenseite die schrägen Strebepfeiler vorgesetzt werden, um das alte Gemäuer zu sichern.
In einem von ihnen wurde die Jahreszahl 1739 eingemeißelt. Neu ist an dieser Scheune nur die nüchterne Verblendung des Erdgeschosses mit gelben Ziegelsteinen von 1879.
Am Westende knickt dieses lange Gebäude schräg ab. Hier sitzt unter dem gemeinsamen Dach ein noch älterer Teil. Er besitzt wie die Ritterburg ein Dach mit Brettergiebeln, das auf allen Seiten überkragt und auf Knaggen ruht. Die Form deutet auf die Zeit um 1600 hin.
Im steinernen Erdgeschoss ist noch ein Kamin erhalten. In diesem Gebäude muss man wohl den zweiten urkundlich genannten Burgmannshof des Schlosses suchen.
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Bild 8 - Die Scheune in der Unterburg
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Den ganzen Nordteil der Unterburg nimmt die niedrige Wagenremise mit ihren vielen Toren und einigen Bedienstetenwohnungen ein.
Vor der Brücke steht ein wuchtiges Brunnenhaus. Es wurde 1727 im heute aufgelösten Kloster Frenswegen bei Nordhorn aufgestellt. Vier Ecksäulen tragen ein kuppelartiges Steindach. Auf seiner Spitze steht ein Aufsatz aus drei ineinander verschlungenen Delphinen. In der barocken Bildersprache stellen sie das Element Wasser dar.
Bevor man zur Oberburg weitergeht, kann man noch einen Blick auf die Hofseite der Ritterburg werfen. Besonders auffallend ist der vorgestellte, achteckige Treppenturm. Sein spitzes Schieferdach ruht auf Knaggen. An seinem obersten Geschoss ragen an den Ecken große Kragsteine heraus. Sie werden früher einen hölzernen Laufgang getragen haben. |
Bild 9 - Das Brunnenhaus |
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Bild 12 - Der Innenhof der Unterburg | |
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Bild 10 - Der achteckige Treppenturm |
Bild 11 - ein schönes |
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Beschreibungen zitiert aus: Unterwegs im Kreis Steinfurt, hg. vom Kreis Steinfurt 1980, Gesamtherstellung: Druckhaus Cramer, Greven. Bearbeitung Text und Grafik: Willi Tebben, Fotos: Willi Tebben (5) |
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wird fortgesetzt |