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Unsere Pfarrkirche St. Nikomedes und ihre Vorgänger |
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Gibt es die Nikomedeskirche als Pfarrkirche schon lange? Ein Blick zurück in ihre Geschichte gibt uns die Antwort.
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Bild 1 - Die ehemalige Stiftskirche St. Nikomedes |
Erst im 12. Jahrhundert erhielt Borghorst eigene Pfarrrechte; vorher gehörte die damalige katholische Gemeinde zum Pfarrgebiet St. Petronella in Wettringen. Als zweite Kirche wurde die alte Stiftsund Pfarrkirche als einschiffige romanische Kirche erbaut, die auf ihrer Westseite fast von ihrem markant wuchtigen Turm verdeckt wurde. Dieser Turm, der 1885 abgerissen wurde, ist uns in seiner eindrucksvollen Form noch vom Bild bekannt. Was lag näher, als diese Kirche dem heiligen Nikomedes zu weihen, der als römischer Priester der heiligen Petronella, der Patronin der Mutterkirche, nahe stand.
Infolge der starken Zunahme der Borghorster Einwohner erwies sich diese Kirche gut 300 Jahre später als zu klein. Man begann 1885 mit dem Abbruch des markanten Westturms. War es eine für Kunstdenkmäler wenig verständnisvolle Zeit, die dieses Denkmal preisgab? Der übrige Teil der Kirche blieb vorläufig für den Gottesdienst erhalten. Nach den Plänen des Architekten Hertel wurde zunächst der westliche Teil der neuen Kirche gebaut, in Etappen folgte der Neubau des östlichen Teils und des Chores. |
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Als Borghorst 1950 die Stadtrechte bekam und die Pfarrei St. Nikomedes über 12.500 Seelen zählte, ging man ernstlich daran, die Aufteilung der alten, großen Gemeinde zu verwirklichen.
Der südlich der Bahnlinie Münster-Gronau liegende Stadtteil Wilmsberg, mit rund 5000 Einwohnern, bot sich als neuer Seelsorgebezirk an. Die neue Kirche wurde zwischen der Altenberger Straße und der Gantenstraße nach den Plänen des Architekten Josef Drüen errichtet und 1953 eingeweiht.
Die neue Kirchengemeinde steht unter dem Schutz der Gottesmutter Maria.
Ursula Bröker |
Bild 2 - Die Pfarrkirche St. Nikomedes um 1950 |
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Quelle: "Borghorst - Ein Portrait in Berichten und Bildern", ein Jubiläumsbuch des Heimatvereins Borghorst; Tecklenborg Verlag; 2003 Text: Ursula Bröker Fotos: alle Bilder entnommen aus dem Buch "Borghorst - Ein Portrait in Berichten und Bildern" (Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Heimatvereins Borghorst) |
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