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Obwohl Museumsarbeit
in erster Linie durch die Präsentation von Ausstellungen
wahrgenommen wird, stellt das Objekt in der Vitrine sozusagen
den Endpunkt eines mehr oder weniger lang andauernden Prozesses
dar. Wie sieht nun der Weg eines Gegenstandes vom Eintritt ins
Museum bis zu seiner Zurschaustellung aus? Am Anfang steht der
Erwerb, die so genannte Akzession, wobei unterschieden wird
zwischen Schenkung, Dauer- und Leihgaben auf Zeit. „Hier in der
Hauptschule haben wir Kellerräume für den Heimatverein
Burgsteinfurt zur Verfügung. Sie wurden viele Jahre nicht
beachtet, sind aber jetzt durch die Ordnungsarbeit von Norma
Sukup zugänglich und durch die Initiative von Ingrid König und
Petra Weiner können Sie nun alles sehen“, sagte Dr. Klötzer,
bevor die Besucher durch die Räume schwärmten. Von den 5000
lagernden Objekten konnten nur wenige, aber dafür ganz gezielt
wahr genommen, bestaunt und wertgeschätzt werden. Der
Museumskreis des Heimatvereins Burgsteinfurt und Stadtarchivar
Dr. Ralf Klötzer stellten am Dienstagabend interessierten
Bürgern und Ahnenforschern einen Teil der im Stadtmuseumsmagazin
in der Hauptschule am Bagno gehüteten Schätze vor.
Zuvor erfuhren die
über 30 Bürger vom Stadtarchivar die Entwicklung des
Stadtmuseums. „Bereits 1910 wurden Pläne geschmiedet ein
historisches Museum für die damalige Stadt Burgsteinfurt zu
entwickeln. Objekte wurden gesammelt aber die beiden Kriege
zerstörte dieses Vorhaben. Stadtarchivar Fritz Hilgemann hatte
in den 50er, 60er und siebziger Jahren viel dafür getan, das
Projekt vorwärts zu bringen, hat die so genannte Heimatsammlung
aufbereitet und vieles davon werden Sie heute Abend hier sehen“,
sagte Stadtarchivar Dr. Ralf Klötzer. |
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„Nach der
Stadtgründung Steinfurt 1975 wurde ein Stadtmuseum für die
Kreisstadt geplant. 12 Jahre hat es gedauert, bis 1987 das
Stadtmuseum im Behördenhaus eröffnet werden konnte. Im Hinblick
auf das 20jährige Bestehen im Jahre 2007 hat die
Kunsthistorikerin Norma Sukup ein monatelanges Projekt, vor
allem hier im Stadtmuseumsmagazin der Hauptschule am Bagno
durchgeführt und dabei 5000 Objekte geordnet, gereinigt,
konserviert und katalogisiert. Diese Vorarbeiten waren die
Grundlage um 2007 eine Museumserweiterung vorzunehmen, die schon
bei der Gründung des Stadtmuseums geplant war, nämlich auch das
19. und 20. Jahrhundert stadtgeschichtlich zu präsentieren.
Leider, so Dr. Klötzer, ist es nicht gelungen, das Stadtmuseum
in die erste Etage des Behördenhauses zu erweitern. Dazu hätte
jetzt im Jahre 2009 die Gelegenheit bestanden, aber die Räume
werden für die VHS und für die Musikschule vorgesehen. So bleibt
also das Stadtmuseum auf das Erdgeschoss beschränkt.
Ein über 190 Seiten
starkes Bestandsverzeichnis, das Sukup schuf, zeigte und
erklärte Ingrid König den Besuchern, die anschließend das
Inventarverzeichnis einsehen konnten.
Dr. Klötzer zerstreute manche Gerüchte und Meinungen, dass
gespendete Teile untergegangen und vergessen sind. Wörtlich
sagte er: „das ist nicht der Fall, wir wollen durch unsere
Aktion auch demonstrieren, dass die Dinge auch wenn sie jetzt
viele Jahre ein Dornröschenschlaf hatten, auch in der Zukunft
für die Forschung, Darstellung der Stadtgeschichte zur Verfügung
stehen, eben nicht vergessen sind.“
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