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Historische Gebäude in Steinfurt |
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Der Konzertsaal
| Bagno-Konzertgalerie - Wechselvolle
Geschichte eines Bauwerks
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| Sie hat eine bewegte
Geschichte hinter sich, die Bagno-Konzertgalerie. Die nachfolgende
Chronologie listet die wichtigsten Eckpunkte aus der 225-jährigen
Existenz des prachtvollen Bauwerks auf: |
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1770:
Baubeginn im Bagno-Park
1774:
Das Gebäude erhält eine Dachbalustrade mit Figuren und Vasen und wird fertiggestellt
1786: Die Galerie wird mit einer höheren Dachbalustrade ausgestaltet. Gleichzeitig erfolgt die Anbringung von 36 ionischen Pilastern aus Holz und Gips an den Fassaden des Bauwerkes
1799: Drei Treppenstufen werden rund um das Gebäude verlegt
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Die Konzertgalerie von der Barocken Achse aus gesehen |
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1806:
Ende der kurzen Blütenzeit des Gartens und beginnender Verfall der Konzertgalerie
1833: Die Dachbalustrade wird durch eine attika-ähnliche Umfassungsmauer ersetzt
1867:
Das Dach wird mit schwarzen Ziegeln neu eingedeckt
1877:
Die Türen erhalten einen Neuanstrich. Die Galerie wird in diesem
Jahrzehnt kaum für Veranstaltungen genutzt. Dadurch beschleunigt sich der
Verfall der Bausubstanz
1896:
Durchfeuchtungsschäden und Risse an Decke und Gesims im Innenraum
werden festgestellt
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1911: Große Teile des Deckenputzes fallen ab
1919:
Die Wasserleitung zur Galerie wird stillgelegt, die Brunnengrotte
versiegt endgültig
1922:
Das benachbarte Kiosk wird abgebrochen, die Galerie nicht
1924:
Die Bürger-Schützen-Gesellschaft
erhält auf 20 Jahre das Recht, die Galerie zu nutzen. Das Fürstenhaus
repariert das Dach, der Schützenverein
leitet die Innenrenovierung ein
1929:
Weitere Schäden an Deckenputz
und Stuck werden behoben
1930:
Erneute Instandsetzungsarbeiten an
Türen. Decken- und Wandstuck, trotzdem schreitet der Verfall der Galerie
fort
1939:
Der Paderborner Architekt
Max Sonnen hält eine umfassende Sanierung für dringend notwendig. Wegen
der hohen Kosten von 41.000
Reichsmark passiert aber nichts
1944: Der Vertrag mit den Schützen läuft aus. Die Galerie wird als Lagerraum zweckentfremdet. u.a. von der Firma Rotmann für Tabake
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1951: Das Dach wird repariert. der Außenputz erneuert
1964:
Instandsetzung und Verstärkung
der Dachkonstruktion nach
Abnahme des Deckenstucks, Aufsattelung der Dachfüße
bis zur Höhe der Attika, die Ringdränage wird angelegt
1965: Erörterungen über das weitere Schicksal der Galerie, insbesondere die
1967:
Verankerung der Außenwände, Sanierung
des Mauerwerks und
Abdichtung des Gesimse
1969:
Die Arbeiten werden vor der
geplanten Wiederherstellung des
Innenraums abgebrochen
80ger Jahre: Es zeichnen sich sehr wage Finanzierungsmöglichkeiten ab: Gründung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und Denkmalnutzungsprogramm des Landes im einzelnen: 1983:Ortstermin mit dem Minister für Landes- und Stadtentwicklung. Ergebnis:" Eine Förderung der Restaurierung der Galerie durch das Land, beginnend ab 1985, wird ins Auge gefasst." 25.09.1984: Besuch des Ministerpräsidenten Johannes Rau und dessen Zusage vom 26.10.1984:" Das Land ist grundsätzlich förderungsbereit." 1985: Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz erklärte ihr grundsätzliches Förderinteresse. 15.04.1985: Eingabe an die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, deren Vorstand sich vor Ort informiert hatte.
1985:
Wiederaufnahme der Arbeiten mit der Erfassung und Analyse des Bestands zur Entwicklung eines Restaurierungskonzepts
1986:
Die Bagno-Konzertgalerie wird
unter Denkmalschutz gestellt
19.12.1988: Übergabe eines Schecks über 60.000 DM durch den Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz zur Finanzierung vorbereitender Maßnahmen. (bauphys. Untersuchungen, Proberestaurierung, Planung des Verbindungsganges...) Landeszuschuss von 560.000 DM zur Restfinanzierung dieses Kostenblockes. 1989: Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist bereit, die Restaurierung mit 600.000 DM zu unterstützen
1991: Mit einer Landesfinanzierung von 90.000 DM wird ein Musterfeld im Innenraum zur Feststellung der Gesamtkosten restauriert
1991: Endgültiger Finanzierungsantrag an das Land und dessen grundsätzliche Förderungszusage ab 1993, jedoch spätere Rücknahme aus haushaltsrechtlichen Gründen. Dies ist der Anlass für die Deutsche Stiftung, die Restaurierung in vollen Umfange zu finanzieren. Das Land selbst übernahm später die gesamten Kosten für das Foyergebäude und den Verbindungsgang, so dass die Stadt lediglich den Verwaltungsaufwand für die Planung und Bauleistung zu übernehmen hatte. In dieser großzügigen Finanzierung kommt die europäische kultur- und kunstgeschichtliche Bedeutung des Objektes zum Ausdruck. Der Grundstückseigentümer, der Fürst zu Bentheim und Steinfurt, hat der Stadt das Grundstück im Erbaurechtswege zur Verfügung gestellt.
1994:
Am 8. März beginnt man mit
den Restaurierungsarbeiten
1997: Am 14. März wird die Konzertgalerie mit dem „Tokyo String Quartett" musikalisch wiederbelebt
Die Restaurierung der Konzergalerie war im Übrigen Voraussetzung für die Aufnahme des Bagnoparks in das Landesprogramm " Regionale 2004".
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Der Verbindungsgang lässt sich teleskopartig zusammen-schieben. Dadurch bleibt der Eindruck einer freistehenden Konzertgalerie erhalten.
Das Foyergebäude
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Text zitiert aus: Promenadenkonzerte Bagno, Sonderveröffentlichung Münstersche Zeitung, 19. August 1999 Text Ernst-Werner Wortmann: aus seinem Buch "27 Jahre Hauptverwaltungsbeamter der Kreisstadt Burgsteinfurt bzw. Steinfurt" - Steinfurter Schriften Nr. 26" Fotos: Willi Tebben
Wir bedanken uns an dieser Stelle ganz besonders bei Herrn Wortmann für die vielen zusätzlichen Informationen und die Genehmigung zur Veröffentlichung. |
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wird fortgesetzt |