Der Schlitzpass im Original vor dem Fluten
Der Schlitzpass besteht in dieser Anlage aus einem insgesamt 60 m
langem Betongerinne mit in U-Profil-Stahlrahmen befestigten Zwischenwänden aus Holz und einer senkrechten Schlitzöffnung, die über die gesamte Höhe geführt und jeweils seitlich angeordnet sind. Die Schlitze liegen durchgehend auf einer Seite. Diese Form der Einbauten muss gewährleisten, dass sich in den Becken keine von Schlitz zu Schlitz gradlinige Strömung bildet, sondern eine geschwungene Hauptströmung, die das Beckenvolumen weitgehend ausnutzt. Um das einzustellen, sind die Zwischenwände in der Mitte prinzipiell mit einem hakenförmigen Vorsatz versehen, der eine Strömungsumlenkung im Bereich vor der Schlitzöffnung bewirkt. Auf der gegenüber liegenden Wand befindet sich ein versetzt angeordneter Umlenkblock. Richtig eingestellt ergibt das eine in Beckenmitte verlaufende Hauptströmung. Die Oberkante der Zwischenwände wird so konzipiert, dass sie normalerweise nicht überströmt wird.
Die Sohle des Schlitzpasses wird durchgehend mit Grobkies bedeckt, wobei durch einzelne größere Steine (Störsteine) auch die Fließgeschwindigkeit in Sohlennähe reguliert werden kann. Dadurch entstehen Ruhezonen, mit deren Hilfe es auch leistungsschwächeren Arten und Kleinfischen gelingt, aufzuwandern.

Hier kann man gut erkennen, wie beim
Schlitzpass auf engstem Raum (platzsparend!) der Höhenunterschied überwunden wird.
Das Wasser strömt von rechts oben, wird durch das Umlenkbecken im
Vordergrund um 180 Grad gedreht und fließt weiter in Richtung
Auslaufbauwerk (im Bild rechts oben).
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Prinzip
des Schlitzpasses

So sieht der Schlitzpass an der Schlossmühle aus,
allerdings ist die Wand auf der rechten Seite der Übersicht wegen
weggelassen worden.
Die Staubohlen werden beidseitig in U-Profilen gehalten, wobei das Stahlprofil in der Mitte gleichzeitig die Hakenvorsatzfunktion aus Bild 1 für die Strömungsumlenkung übernimmt. Das Profil muss deshalb entsprechend breit gewählt werden.
Das aufgeschweißte Dreieck auf der Vorderseite dient der
Strömungslenkung.

Staubohlen mit Befestigung und
Strömungsumlenkung im Original. Deutlich ist auch das
Sohlensubstrat zu erkennen.
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