|
|
|
|||||
|
|
BURGSTEINFURT Fischerei-Biologe Christian Edler hätte sein
empfindliches Messgerät eigentlich zu Hause lassen können. |
nahme eingefunden hatten, brach regelrecht ein kleiner Begeisterungssturm los.
|
Messungen
|
„Ich habe mir den Mund fusselig geredet. Die Bürger wollten Toiletten für die Schulen oder Entlastung für die Stadtkasse. Wir haben hier nur eine europaweite Vorgabe aus Brüssel mit
zweckgebundenen Geldern umgesetzt. Hätten wir uns geweigert, die
Fischtreppen zu bauen, wären saftige Strafgelder der EU fällig geworden." Bericht: Günther Hilgemann, erschienen in der MZ am 29.10.2005 |
|
Welche Bedeutung haben die Fischaufstiegsanlagen für Burgsteinfurt?
|
| Die Fischtreppen werden von den Fischen also angenommen, wie schon am ersten Tag des Probebetriebs festgestellt wurde. Wie sieht die Akzeptanz der Fischaufstiegsanlagen aber in der Bevölkerung aus? Von der Lage und der Attraktivität her sollten sie sich eigentlich nahtlos in die bekannten und zum Teil in jüngster Zeit neu gestalteten Sehenswürdigkeiten wie Konzertgalerie, Bagno mit Bagnoquadrat, Barocke Achse, Große Alle und Französischem Garten, Schloss, Altstadt und Kreislehrgarten einreihen lassen. Hinzu kommt: im Münsterland gibt es nur ganz wenige weitere Fischtreppen, und Burgsteinfurt bietet hier gleich 2 verschiedene Techniken als Anschauungsobjekt, direkt am Schloss und in unmittelbarer Nähe der Historischen Altstadt. Auch als Tourist muss man keine Umwege machen, um die in dieser Form einmaligen Anlagen besichtigen und die einheimischen Fischarten bei ihrem Aufstieg (oder Abstieg) beobachten zu können. Im Winter ist zwar keine Fischwandersaison, aber im Frühjahr wird man garantiert auf seine Kosten kommen. Um so erstaunlicher ist es für mich, dass in weiten Kreisen der Bevölkerung die Meinung vorherrscht, dass das Geld für diese Anlagen völlig sinnlos verpulvert wurde. Hauptsächlicher Tenor: wie kann man nur so viel Geld für die paar Fische ausgeben! Dies wird in Gesprächen, Diskussionen, Leserbriefen usw. sehr deutlich. Eigentlich schade, denn gerade im Hinblick auf den Tourismus und als Vorzeigemodelle für zukünftige Planungen ähnlicher Fischaufstiegsanlagen kann Steinfurt nun mit weiteren Pfunden wuchern. Man muss es nur richtig nutzen! Das Schönste allerdings ist: die Fische haben ihre Mobilität wiedergewonnen. Und eines Tages werden wir es erleben – die Natur dankt uns dafür! |
|
Auf der nächsten Seite folgt eine kleine Geschichte über zeitgenössische Lebewesen, die ohne meine Recherchen zu dem Bericht über die Fischaufstiegsanlagen nie entstanden wäre. Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen bei der Lektüre.
|
| Weiter geht’s zum Artikel:
Das Letzte (von den Fischtreppen)
Bericht: Einsetzen der Fischreusen |
| Text: Willi Tebben
Fotos: Günther Hilgemann (3) Zeitungsartikel: Günther Hilgemann; erschienen in der Münsterschen Zeitung am 29.10.2005 Literatur: DVWK - Merkblätter zur Wasserwirtschaft 232/1996 - Fischaufstiegsanlagen |