Es tut sich was an den Fischtreppen

 

 

Burgsteinfurt, 18. März 2006 – Nun muss nur noch der Frühling kommen und das Wasser ein wenig angewärmt werden, so auf ca. 8 – 10 Grad Celsius, dann werden unsere Fische ihre Sachen packen und sich auf die Wanderschaft begeben.

 

Fischreuse an der Schlossmühle ...

 

... und an der Niedermühle

Mit dem Einbau der beiden je etwa 100 kg schweren eisernen Fischreusen an den Fischaufstiegsanlagen Nieder- und Schlossmühle sind die wassertechnischen Bauarbeiten im Großen und Ganzen abgeschlossen.

 

Nun wird es sich in Kürze zeigen, ob die Fischarten in der Steinfurter Aa ihren Urinstinkten folgen und somit die Gelegenheit nutzen, die Laichgründe in Richtung Quelle der Aa aufzusuchen. 

 

 

Ein Blick in die Reuse

 

Ortstermin am 18.03.06 bei Temperaturen um den Gefrierpunkt

Einweisung durch den Diplombiologen Christian Edler (r.)

Heute wurden Mitglieder des Angelsportvereins (ASV) Burgsteinfurt mit der Handhabung der Fischreusen und der Statistik vertraut gemacht. Der ASV hatte sich bereit erklärt, für die Dauer eines Jahres die Kontrolle der Wanderbewegungen hiesiger Fischarten durchzuführen und alle hierzu erforderlichen Daten akribisch genau aufzulisten. 

 

Diese Daten werden vom Diplombiologen Christian Edler ausgewertet, und so wird man nach Ablauf eines Jahres einen genauen Überblick haben, ob und in welchem Umfang die Flossenträger die Anlagen nutzen.

 

Bei Voruntersuchungen im Stadtgebiet von Burgsteinfurt konnten überwiegend die Arten Plötze (Rotauge), Flussbarsch, Gründling und Hasel nachgewiesen werden. Ferner kommen die Arten Aal, Bitterling, Döbel, Dreistachliger Stichling, Hecht, Karpfen, Rotfeder, Schleie, und Ukelei vor. Forellen finden sich noch im naturnahen Aa-Abschnitt stromab von Burgsteinfurt.


Mit einer wieder hergestellten Durchgängigkeit dürften auch sie im Bereich von Niedermühle und Schlossmühle wieder häufiger anzutreffen sein.

 

(Wir werden in Kürze in dieser Rubrik einen umfangreichen Bericht über unsere einheimischen Fischarten veröffentlichen! - d. Redaktion)

 

 

Das sind die wichtigsten Utensilien!

 

Ich möchte an dieser Stelle besonders darauf hinweisen, dass Angeln grundsätzlich in dem Bereich 50 Meter vor und hinter den Fischaufstiegsanlagen verboten ist! Diese Zone wird entsprechend markiert.

 

 Nun sehe ich schon die Fragezeichen über Ihren Köpfen: und mitten drin die Fischreuse!


Diese Fischreuse ist lediglich eine Kontrolleinrichtung. Sie muss täglich geleert werden, die Fische werden nach der Artbestimmung und dem Vermessen sofort wieder in die Freiheit entlassen. Nach der einjährigen Beobachtungszeit werden die Reusen wieder abgebaut.

Test der Handwinde

 

 

Was ist bei der Kontrolle zu beachten

 

... und hier alles ganz genau eintragen

Da die Körbe ohne Wasser und Fische schon 100 kg wiegen ...

... hat man dem ASV natürlich eine Unterstützung spendiert.

(Falls nun jemandem schon das Wasser im Mund zusammenläuft:

es ist alles abschließbar!) Also noch mal für Unbefugte:

Finger weg, sonst fallen sie ab!!!

 

Die Redaktion Stenvorde.de ist natürlich schon sehr gespannt auf die ersten Ergebnisse.

Wir werden für Sie dabei sein, wenn die Wandersaison beginnt.

Wir werden die Mitglieder des ASV beim Hochkurbeln der Reusen anfeuern.

Wir werden für Sie alles im Bild festhalten und ausführlich darüber berichten. 

 

Bleiben Sie dran, wir sind für Sie vor Ort!

 

 

Fortsetzung folgt

 


Text: Willi Tebben

alle Fotos: Willi Tebben 


 

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