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Fördervereinsausflug der DPSG Burgsteinfurt 2005
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Am Freitag, den 28.10.2005 um 19 Uhr am Eingang zur Konzertgalerie, so stand es auf der Einladung des Fördervereins der DPSG Burgsteinfurt e.V. Der gemeinsame Ausflug von Förderverein und Stamm der DPSG St. Joh. Nepomuk stand an und viele, viele kamen. Ein Großteil der Eingeladenen hatte wie immer offensichtlich eine andere Terminplanung. Nun ja, sie wussten eben auch nicht, was uns an diesem Abend erwarten sollte. Hätten sie es gewusst, wären sie mit Sicherheit gekommen. Für diese leider nicht Erschienenen als kleines Trösterchen nun unser Bericht.
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Pünktlich um 19:05 Uhr ergriff die Vorsitzende des Fördervereins, Yvonne Wennemers, das Wort und eröffnete diesen Abend der besonderen Art. Im Vorfeld hatte sich der Vorstand sehr bedeckt gehalten, was die Informationen betrifft.
Das Einzige, was durchgesickert war: wir haben eine kleine Überraschung für Euch! Ein wenig wurde nun der Schleier gelüftet: Frau Neumann vom Verkehrsverein macht eine umfassende Führung durch die Konzertgalerie, ja, und anschließend gibt's noch was auf die Ohren - sprich eine Musikkostprobe.
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Bild 1 - Frau Neumann in Aktion
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Frau Neumann übernahm nun ihren Part des Abends. Zunächst erklärte sie uns anhand eines Modells aus der Blütezeit des Bagnos die Historie dieser Parkanlage. Sie würzte ihr äußerst umfangreiches Wissen mit kleinen Geschichten und Anekdoten aus der damaligen Zeit und erzählte das alles so spannend, als hätte sie durch eine Zeitreise dies selber miterlebt. Das staunende Publikum erfuhr alles über die für damalige Zeiten außergewöhnliche Techniken, Entwicklungen, Planungen und wie die Vorstellungen realisiert wurden, zum Teil auf recht abenteuerliche Weise. Für die Mitte des 18. Jahrhunderts kann man mit Recht behaupten, die dachten damals äußerst modern. Würde sich ohne weiteres auf die heutige Zeit übertragen lassen. Auch im Jahre 2005 spielen die Grundgedanken von damals eine Hauptrolle.
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Bild 2 - voll im Trend, die Pantoffeln: bequem und mollig warm
Bild 3 - die aufmerksame Zuhörerschaft |
Anschließend führte uns Frau Neumann in den Konzertsaal, aber vorher bekam jeder ein Paar "Puschen" ausgehändigt, die beim Betreten des Saales übergestreift werden mussten. Die Konzertgalerie hat nämlich einen hochwertigen Parkettboden, der erst vor Kurzem abgeschliffen und neu versiegelt worden war. Die Filzpantoffeln verhindern eine Beschädigung des Parketts.
Wir wissen jetzt genau, woher das Inventar des Saales kommt, wie es transportiert wurde und was nachgebildet werden musste. Außerdem erklärte uns Frau Neumann die Bedeutung der Wandbilder, der Stuckarbeiten und das Geheimnis des Parkettbodens. Sie verriet uns auch das Geheimnis, wie der Saal früher beheizt wurde. Apollo spielte dabei eine große Rolle. |
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Stichwort Akustik! Auch der interessanteste Vortrag geht mal zu Ende, und so kamen wir zum 2. Höhepunkt dieses Abends. Eine junge Dame hatte mit ihrer Gitarre auf der Bühne vor dem Flügel Platz genommen. Dem Vorstand des Fördervereins, insbesondere Schriftführer Björn Husmann, war es gelungen, die gebürtige Burgsteinfurterin Anja Beermann (eigentlich fast immer ausgebucht!) für den musikalischen Part zu gewinnen. Da saß sie nun, allein mit ihrem Instrument, ohne Mikro und Verstärker auf der Stirnseite des großen Saals. Oder wie man es heute im Neudeutschen (oder "Denglisch"?) ausdrückt: "unplugged". Und jetzt sollten die Anwesenden erfahren, was das Klanvolumen dieser Konzertgalerie ausmacht. |
Bild 4 - Anja Beermann auf der Bühne
vor der Brunnengrotte |
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Bild 5 Sie spielte und sang eher leise Lieder, aber ihre wunderschöne, klare und ausdrucksstarke Stimme sowie ihr hervorragendes Gitarrenspiel erfüllte auch den entlegensten Winkel der Konzertgalerie. Und es stimmte wirklich. Man saß tatsächlich überall in der 1. Reihe, zumindest, was den Musikgenuss betraf. Sie sang für uns 3 speziell für diesen Abend ausgesuchte Lieder in 3 verschiedenen Sprachen, wobei ich beim ersten Lied textlich noch halbwegs mitkam, da in Englisch. Bei den anderen beiden Stücken versagten meine Sprachkenntnisse, denn z.B. serbokroatisch war noch nie meine Stärke. Das spielte auch gar keine Rolle, ich gab mich also dem absoluten Hörgenuss hin, ohne vom Text abgelenkt zu werden.
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Bild 6
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Bild 7 - hin und weg
Bild 8 - Genuss pur
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Normalerweise wusel ich bei ähnlichen Anlässen überall rum, um möglichst schöne Aufnahmen der Interpreten und der Umgebung zu machen.
Dieses Mal aber hielt es mich auf meinem Platz und ich ließ mich von der herrlichen Musik verzaubern. Das grelle Blitzlicht und das Herum-Gerenne hätte bei dieser besonderen Atmosphäre nur gestört.
Daher leider keine Starportraits in diesem Bericht. Die wenigen Bilder entstanden in den Pausen zwischen den Liedern.
Bild 9 - ja, stimmt. hier klingt es genau so wie in der 1. Reihe |
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Viel zu schnell verkland der letzte Ton. Und ich glaube, nicht nur bei mir war der Wunsch entstanden, einmal ein komplettes
Konzert mit der Anja in der Konzertgalerie im Bagno erleben zu dürfen. Hoffen wir also, dass dieser Wunsch eines Tages in
Erfüllung geht.
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Nach Ende des musikalischen Teils wurden wir aus dem festlich erleuchteten Konzertsaal entlassen, legten die Puschen wieder in den dafür vorgesehenen Behälter - ... und standen plötzlich im absoluten Dunkel.
Die Nacht im Bagno ist wohl besonders schwarz, eine Außen-Beleuchtung gibt es offensichtlich keine hier (oder tut's nicht?).
Jedenfalls folgten nun weitere Erfolgserlebnisse: Ertasten und Finden des eigenen Fahrrads, irgendwo muss doch auch das Schloss sein, vorhin war das doch noch da?! Und wo ist überhaupt der Weg?
Mir wurde schnell klar: Beim nächsten Besuch der Konzertgalerie während der "dunklen" Jahreszeit ist sie dabei - meine Super-Daimon-Taschenlampen-Blitzlicht-Blendlaterne.
Die braucht man hier zum Überleben. |
Bild 10 - Direkt vorm Foyer nach Ende der Veranstaltung
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Wir haben dann aber doch noch alle unbeschadet aus dem Bagno herausgefunden, es gab keine Vermisstenmeldungen, und so traf man sich zum Abschluss des wunderbaren und unvergesslichen Abends in der Altdeutschen Gaststätte Fritz Preußners, dem Vereinslokal des Fördervereins. Hier ließen wir noch einmal Revue passieren, was wir an diesem Abend alles so erlebt hatten, natürlich gab es noch jede Menge weitere Gesprächsthemen. Aber darin waren sich wohl alle einig: So einen Abend kann und sollte man wiederholen, vielleicht ein anderes Thema, aber eine Steigerung ist kaum noch möglich.
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An dieser Stelle nochmals ein ganz herzliches Dankeschön an Frau Neumann vom Verkehrsverein. an Anja Beermann als Solistin und natürlich auch an den Vorstand des Fördervereins der DPSG St. Joh. Nepomuk Burgsteinfurt e.V., die dieses besondere Erlebnis erst möglich gemacht haben. Unser Dank geht aber auch an Fritz für die vorzügliche Bewirtung!
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In diesem Sinne |
Text: Willi Tebben Fotos: Michael Horstmann (Bild 1 - 3 und 6 - 8); Willi Tebben (Bild 4, 5, 9 und 10) |