| Somit sind wir nun am Ende des Berichts. Im Nachhinein
kann ich nur bestätigen, dass mich die beiden Workshops, die
ich mit der Kamera begleiten durfte, mächtig beeindruckt
haben. Nicht nur die Ergebnisse, sondern auch der Kontakt
und die Zusammenarbeit mit den Kursteilnehmern hat unendlich
viel Spaß und Freude bereitet. Und wir alle haben eine
herrliche Zeit mit einem ganz wunderbaren Menschen
verbracht:
und das war unser Kursleiter Chemedu Jemali.
Ich hatte zuvor noch nicht das Vergnügen, einen so
einfühlsamen, ausgeglichenen und beeindruckenden Menschen
wie ihn kennen zu lernen, und das war in diesen Tagen mein
größtes Erlebnis. Seine Umgangssprache ist zwar Englisch,
aber auch wer dieser Sprache überhaupt nicht mächtig ist,
wurde jederzeit von ihm perfekt angeleitet. Ich war in
meinen jüngeren Jahren weltweit unterwegs und habe dabei
sehr viele Länder, Menschen und deren unterschiedlichsten
Sprachen kennen gelernt und mich dabei meistens mit Händen,
Füßen und was weiß ich sonst noch unterhalten müssen. Hier
im Denkmalpflegewerkhof Steinfurt habe ich einen wahren
Meister der Kommunikation getroffen, der es immer wieder
ganz einfach geschafft hat, seine Ideen, Vorschläge,
Arbeitstechniken und seine Kunst den Teilnehmern zu
vermitteln, auch denen, die seine Sprache nicht oder kaum
verstanden. Er braucht wirklich keinen Dolmetscher, obwohl
natürlich wohl immer jemand im Kurs dabei ist, der die englische
Sprache beherrscht.
In diesen Tagen reifte mein Entschluss, am nächsten
Workshop auch selber aktiv teilzunehmen. Leider war es durch
meine Berichterstattungen dieses Mal nicht möglich, denn
eine Skulptur zu schaffen geht wesentlich schneller als z.B.
diesen Bericht zu fertigen. Unser Workshop war allerdings
der letzte in diesem Jahr und Chemedu kehrt nun wieder nach
Simbabwe zurück.
Leider findet auch im Jahr 2008 kein
Workshop von Matopos e.V. statt, weil es bisher nicht
gelungen ist, einen Ausstellungsort und Sponsoren für die
anfallenden Kosten zu finden. Man benötigt außerdem eine
sehr lange Vorlaufzeit, um so was zu organisieren.
Uns bleibt nur die
Hoffnung, dass es im Jahr 2009 gelingt, eine Ausstellung mit
afrikanischer Kunst aus Simbabwe und deren Künstler ins
Münsterland zu holen. Erst dann können auch wieder Workshops
stattfinden und da sind wir natürlich für Sie mit dabei.
Wir
halten Sie auf dem Laufenden.
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