Matopos e.V. - Steine aus Simbabwe

 

Skulpturen-Ausstellung afrikanischer Künstler im Kommunikationszentrum der Kreissparkasse Steinfurt vom 02. bis 23. September 2007

 

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Bild 1
 

Der Verein „Matopos" e.V.- Steine aus Simbabwe führt Ausstellungen durch, um Steinskulpturen aus Simbabwe

einem breiten Publikum vorzustellen.

Zimbabwe (Dzimba Dzemabwe) bedeutet: Haus aus Stein. Eng sind die Steine mit den Glaubensvorstellungen und dem Leben der Bevölkerung in dem Land im südlichen Afrika verbunden. Die heiligen Stätten aus Stein sprechen zu denen, die zu hören vermögen, sagen die Einheimischen. Zwischen Tradition und Moderne eingebettet, bietet die Bearbeitung der Steine den Bildhauern in Simbabwe die Möglichkeit zu freier künstlerischer Entfaltung. Dabei ist es faszinierend, dass sie sich trotzdem ihrer alten Kultur noch nahe fühlen. Es entsteht eine Kunst zwischen ganz privatem Ausdruck, traditioneller Mythologie und der universellen Sprache menschlicher Gefühle.
Der Serpentin-Stein, mit dem die Bildhauer in Simbabwe überwiegend arbeiten, ist von einzigartiger Schönheit. Dieses harte vulkanische Gestein, vor etwa 2,6 Milliarden Jahren entstanden, repräsentiert Dauerhaftigkeit und Unsterblichkeit. Der Serpentin strahlt Harmonie aus. Die Bildhauer sprechen häufig von ihrem Wunsch, allgemein menschliche Themen wie Liebe, Geborgenheit, Kommunikation, Zufriedenheit und Harmonie in ihren Werken zum Ausdruck zu bringen.
 

Die moderne zimbabwische Bildhauerei hat längst weltweit Einzug in die Museen gehalten. Ihre ersten Anfänge liegen in den fünfziger Jahren. Maßgeblich gefördert wurde sie durch den in Mexiko geborenen Frank McEwen, der lange Zeit in London und Paris lebte, wo er ein Studium der Kunstgeschichte absolvierte. Sein Freundeskreis bestand aus bedeutenden Künstlern wie Picasso, Brancusi, Braque und Matisse. Mitte der fünfziger Jahre verließ der Kunstwissenschaftler und -historiker Europa, um sich einer neuen kulturellen Umgebung in Simbabwe zu stellen. 1957 entstand in der ehemaligen Hauptstadt Salisbury die Rhodes National Gallery, zu deren ersten Direktor Frank McEwen ernannt wurde. Einige Jahre später kam er auf die Idee, im Rahmen eines Workshops Steine und Werkzeuge für bildhauerische Experimente anzubieten. So vergrößerte sich bis Ende der sechziger Jahre die Zahl der im ehemaligen Rhodesien künstlerisch Tätigen von fünf auf hundert. In den Bürgerkriegswirren vor der Selbständigkeit des heutigen Staates Simbabwe lagen diese Aktivitäten brach. Nach der Unabhängigkeit im Jahre 1980 verlief die Entwicklung der Bildhauerei sehr positiv. Allerdings hat sich die ökonomische Situation der Bildhauer seit dem Jahr 2000 wieder enorm verschlechtert, da viele potentielle Käufer aus dem Ausland aufgrund der augenblicklichen instabilen wirtschaftlichen und politisch bedenklichen Situation dem Land fernbleiben.


Der Verein „Matopos" e.V. verfügt zur Zeit über 250 Skulpturen von 20 verschiedenen Bildhauern, deren Exponate in Ausstellungen und in drei Skulpturengärten gezeigt werden. Seit Mai 2002 ist auf dem 300 Jahre alten Bauernhof Floer in Borghorst-Ostendorf ein ständiger Skulpturengarten geschaffen. Ein zweiter wurde im Mai 2003 auf dem Anwesen Wilmer in Tecklenburg eingerichtet. Ein „Skulpturen-Weg" wurde am 9. Mai 2004 im Park des Kurzentrums Bad Bentheim eröffnet.

 

 

Bild 2 - Kommunikationszentrum der Kreissparkasse Steinfurt

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Bild 10 - "Resting Angel"

von Chemedu Jemali

Chitungwiza / Simbabwe

Springstone / 2003

 

Bild 11 - "Resting Angel"

Bild 12 - "Resting Angel"

Bild 13 - "Unlimited Sight"

von Patrick Fredy

Chitungwiza / Simbabwe

Serpentin / 2003

Bild 14 - "Unlimited Sight"

Bild 15 - "My Ear Is Enough"

von Patrick Fredy

Chitungwiza / Simbabwe

Serpentin / 2003

Bild 16 - "My Ear Is Enough"

Bild 17 - "My Ear Is Enough"

Bild 18 - "My Ear Is Enough"

 

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Text: Matopos e.V. - Manfred Vallbracht

Logo: Matopos e.V. (Bild 1)

Fotos: Willi Tebben (Bild 2 - 10, 12, 13, 15, 18); Gisela Tebben (Bild 11, 14, 16, 17)


 

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