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Historische Gebäude in Steinfurt |
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Das Alte Rathaus
| liegt im
Mittelpunkt der Stadt am Markt, wo sich die vier Hauptstraßen treffen.
Es ist ein Eckhaus und wendet seine Schauseite natürlich dem Marktplatz
zu.
In seiner heutigen Form entstand es im Jahre 1561 unter Leitung des Maurermeisters Gert Voelker. Auffallend ist der Giebel, der (mit einer Ausnahme auf Burg Vischering in Lüdinghausen) in Westfalen keine Verwandten hat. Das Besondere an ihm sind die dreifach einwärts geschwungenen Giebelränder, auf denen 7 Spitzpyramiden - sog. Fialen - stehen. Die Kanten dazwischen sind mit Kugeln besetzt. Die Giebelfront wird durch senkrechte Stäbe und waagerechte Gesimse gegliedert. Erst 1842-44 hat man die Fenster in ihrer heutigen Form eingebaut. 1965 wurde die offene Bogenhalle in ihrer ursprünglichen Form wiederhergestellt. Im Interesse des Fußgängerverkehrs wurde im gleichen Jahr auch der Durchgang an der Längsseite angelegt (mittlerweile durch den Umbau des Verkehrsvereins allerdings wieder geschlossen! d. Red.)
Bekrönt wird das Bauwerk von dem spitzen Dachreiter oben auf dem
First. Ein einziger Balken, ein „Kaiserstiel", trägt
den Turm mit seiner umlaufenden Galerie. Den Fuß dieses starken Trägers
sieht man im Erdgeschoss im Eingangsbereich des heutigen Verkehrsvereins. |
Front Altes Rathaus
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| Den größten
Teil des Obergeschosses nimmt ein Saal mit einer wuchtigen
Balkendecke ein, deren prächtige Ornamentbemalung nach
alten Resten wiederhergestellt wurde. Der Raum wird von dem schweren Kaiserstiel durchschnitten, der mit zwei weitausladenden Kopfbändern
den Dachreiter trägt. Bei der Wiederherstellung ist der Fußboden etwas zu hoch geraten, so daß die Sitzbänke in den
Fensternischen heute fehlen. Auch wirkt der Raum gegenüber seiner ursprünglichen
Erscheinung etwas gedrückt.
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| Beschreibungen zitiert aus: Unterwegs im Kreis Steinfurt, herausgegeben vom Kreis Steinfurt 1980, Gesamtherstellung: Druckhaus Cramer, Greven |
| Bearbeitung: Willi Tebben, Fotos: W. Tebben |
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wird fortgesetzt!
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