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Das
gemeinsame Interesse an der Ahnenforschung führte uns
zusammen: |
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Bild 1 - Ingrid König |

Bild2 - Petra Weiner |
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Nachdem wir zunächst jeder alleine im Internet, in alten
Kirchenbüchern etc. nach unseren Vorfahren suchten, lernten
wir uns bei der zeitgleichen Suche im Stadtarchiv kennen.
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Dabei stellten wir fest, dass wir auch miteinander
(weitläufig) verwandt sind: Die Urgroßmutter der einen ist
die Schwester des Urgroßvaters der anderen! |
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Heute „forschen“ wir gemeinsam und schon oft haben wir
festgestellt, dass wir durch die gemeinsame Arbeit nicht nur
mehr Spaß haben, sondern zusammen auch wichtige Netzwerke in
Archiven, bei Kirchenämtern u.ä. aufgebaut haben! |
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Ahnenforschung - aber wie ?
Häufig werden wir gefragt: „Wie fange ich meine
Ahnenforschung an? Wie geht es weiter? Wie und wo forsche
ich? Wer kann mir helfen? Wo finde ich Hinweise?“
Wir wollen diese Fragen heute so weit wie möglich
beantworten, aber wir können keine komplette Ahnentafel,
keinen kompletten Stammbaum für Sie erstellen – diesen Spaß
wollen wir Ihnen nicht nehmen!
Anregungen und
Hilfestellung dazu wollen wir ihnen jedoch gerne geben - wir
stehen auch später noch gerne für Fragen zur Verfügung!
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Methodik:
Als Erstes sollten Sie sich unbedingt die Frage stellen:
Was will ich eigentlich als Endergebnis haben: Einen
schmucken Stammbaum, eine umfangreiche Familiengeschichte,
eine Datei auf dem PC mit allen Daten, eine Fotosammlung???
… Für wen mache ich mir diese Arbeit überhaupt ???
Bitte beachten Sie: Fast automatisch nimmt die Forschung –
etwas Fleiß und Glück vorausgesetzt – sehr schnell einen
beachtlichen Umfang an!
Zur Verwaltung von Urkunden, Bildern, Kirchenbuchinhalten,
aber auch zur weiteren Recherche ist ein Computer über kurz
oder lang sehr hilfreich.
Außerdem helfen Ihnen leistungsstarke Stammbaumprogramme
komfortabel bei der Archivierung und Aufbereitung Ihrer
Familiendaten.
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Daher am Besten gleich von vornherein:
Doppelte Buchführung!!
Akten in Papierform & EDV-Verwaltung
Stichwort Datensicherheit!! |
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Ordnungssystem nach Kekulè
Natürlich ist es sinnvoll, sich von Beginn an ein bestimmtes
Ordnungssystem zu halten. Die Geneaologen benutzen dafür
heute das sogenannte Kekulè-System.
Dieses Nummerierungssystem, das sich international
durchgesetzt hat, war erstmals 1590 durch Michael Eyzinger
angewendet worden, dann wieder 1676 durch Hieronymus de Sosa
und 1883 durch Francis Galton. Stephan Kekulé von Stradonitz
benutzte dieses System wieder in seinem Ahnenatlas von 1898.
Die Ausgangsperson bekommt die Nummer 1, der Vater dieser
Person die doppelte Zahl seines Kindes: 1x2=2, die Mutter
bekommt die Zahl des Vaters plus 1: 2+1=3. So geht das
System durch die Generationen weiter: der Großvater
väterlicherseits hat die Nummer 4, weil 2 verdoppelt wird,
die Großmutter dann die 5, weil 4 plus 1.
Alle männlichen Vorfahren haben demzufolge gerade Zahlen,
alle weiblichen ungerade.
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Los geht´s!
Wie jede historische Forschung steht und fällt auch die
Genealogie mit der Datenerhebung, d.h. mit der Suche nach
Informationen. |
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Vielleicht hat Ihnen Ihr Geschichtslehrer einmal
aufgetragen, einen Stammbaum zu erstellen mit Eltern,
Großeltern und eventuell Urgroßeltern? Daten waren zu
erfragen und eventuell Fotos als Illustration hinzuzufügen?
Oder hat ein Verwandter bereits einen Stammbaum für seine
Linie erstellt, den Sie für Ihre Zwecke erweitern können?
Nutzen Sie ruhig diese Anfangshilfen, aber achten Sie
darauf, dass Sie die jeweiligen Belege und Fotos in Kopie
erhalten!
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Fangen Sie zunächst mit sich selbst an, oder mit Ihren
Kindern!
Sammeln Sie Daten wie Geburt, Taufe, Firmung/Konfirmation,
Eheschließung standesamtliche UND kirchliche Trauung und und
und ...
Dazu Kopien der Dokumente, Fotos, Quellenhinweise (von wo,
von wem habe ich diese Informationen? z.B. Kirchenbuch der
Evangelischen Gemeinde, 1965, Seite 25 Zeile 11, oder
Auskunft des Standesamtes Steinfurt, Geburtsregister 1956,
Nummer 276 oder mündliche Auskunft von Tante Elli Müller.
Wenn man später abweichende Informationen erhält, kann man
so die Verlässlichkeit der einzelnen Angaben beurteilen!
Anschließend sammeln Sie ebenso systematisch die Daten der
nächsten (Eltern-) Generation. Die Erfahrung zeigt, dass die
meisten von uns auf diese Weise bereits die ersten 3-4
Generationsfolgen erstellen können.
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Sammelnswerte Informationen / Daten I:
Personenbezogene Daten: |
- Geburtsdatum, Geburtsort
- Taufdatum, Taufpaten, Taufort
- Kommunionsdatum/Konfirmationsdatum, -ort
- Standesamtliche Trauung, Kirchliche Trauung, Trauzeugen,
Ort, Datum
- Scheidungen, Kindsgeburten, Patenschaften
- Adressen, Umzüge
- Hofnamen, Beinamen, Nachbarschaften
- Berufe, Militärdienstinformationen
- Krankheiten, Behinderungen, Besondere Merkmale
- Todesdatum, Todesort, Todesursache
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Sammelnswerte Informationen / Daten II:
Schriftliche Aufzeichnungen: |
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Standesämter
- Kirchengemeinden
- Kirchenämter und -archive
- Stadt- und Gemeindearchive
- Handwerksrollen, Handwerkskammern
- Adressbücher, Telefonbücher
- Vereinschroniken, Schützenlisten
- Heimatgeschichtliche und/oder ortskundliche Literatur
- Grabsteine, Friedhofsverwaltungen
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Sammelnswerte Informationen / Daten III:
Bilder, Familiengeschichten, Sonstiges: |
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- Aufnahmedatum
und Aufnahmeort aller Bilder
- Genaue Bezeichnung aller auf dem Bild zu sehenden Personen
- Alle Bilder möglichst einscannen, zumindest als Kopie
ablegen!
- Familiengeschichten und -anekdoten bergen eine Vielzahl
von Informationen z.B. über Berufe, Beziehungen etc.
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Standesämter
Die Standesämter haben im Idealfall Daten, die bis zum
01.01.1876 zurückreichen. Vorher gab es keine Standesämter
und somit keine Meldepflicht!
Es ist möglich, über die Standesämter schriftliche Auskünfte
über die (nachgewiesenermaßen) eigene Abstammung zu
erhalten, diese sind jedoch in der Regel kostenpflichtig.
Sollte sich das Standesamt, von dem sie sich die
Informationen erhoffen, in Ihrer Nähe befinden, können Sie
jedoch häufig auch mündliche Auskünfte erhalten, die zumeist
kostenlos sind.
Vor der Einführung von Standesämtern im Zuge der
Säkularisierung wurden von den Kirchen als „Amtsvorgängern“
Daten erfasst ---> Kirchenbücher
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Kirchenbücher
In Kirchenbüchern wurden die persönlichen Daten der
Gemeindemitglieder erfasst.
Diese Kirchenbücher werden innerhalb der Einzelgemeinde
aufbewahrt oder liegen in zentralen Kirchenbucharchiven. Das
Kirchenbuch der evangelischen Kirchengemeinde Burgsteinfurt
liegt im Kreiskirchenamt, das Original der katholischen
Gemeinde im Bistumsarchiv Münster.
Erfasst wurden in den Kirchenbüchern vor allem: Taufeinträge
(inkl. Taufpaten!), Kommunions/Konfirmations- einträge,
Eheschließungen (Trauzeugen) sowie Begräbnisdateien.
Hierbei muss unbedingt beachtet werden, dass das Taufdatum
z.T. erheblich vom Geburtsdatum abweichen kann, insbesondere
in der evangelischen Kirchenpraxis liegen oft mehrere Jahre
zwischen diesen Daten!
Auch Begräbnisdaten geben nur bedingt das tatsächliche
Sterbedatum wieder!
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Internet
Die Bedeutung des Internets als Recherchequelle hat in den
letzten Jahren rapide zugenommen.
So finden sich neben einer Vielzahl professioneller Seiten,
die z.T. gebührenpflichtig sind, auch immer mehr private
Stammbäume im Internet, wo Menschen die Liste ihrer
Vorfahren aufbereitet und allen zur Verfügung gestellt
haben.
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Achtung: Da die Familienforschung als
Hobby sehr beliebt ist, tummeln sich mittlerweile auch und
gerade auf den Genealogie-Seiten sehr viele Betrüger! Das
reicht von teuren Abo-Verträgen für wertlose Informationen
bis hin zum Ausspähen von Daten mittels Computerviren etc.
Wir empfehlen: Vor Weitergabe der Daten stets den Adressaten
prüfen!
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Verwandte Forschungsbereiche: Namenskunde
Oft gibt es in den einzelnen Orte gebräuchliche Vornamen:
Johann, Heinrich, Anna, Maria, Gerd und häufig vorkommende
Nachnamen: Müller, Meier, Schmidt, Elfers, Rummeling. Dann
ist die Zuordnung schwer.
Ich suche z.B. in Steinfurt um 1730 noch nach einem Gerrit
oder Gerd Elfers… zur damaligen Zeit lebten mindestens 5
namensgleiche Personen, die ich aber noch nicht eindeutig
meinen Vorfahren zuordnen kann.
Aber auch hier gibt es Hilfen: Im Steinfurter Bereich gab es
die Gewohnheit, dass z.B. der älteste Sohn einer Familie den
Vornamen des Großvaters väterlicherseits bekam, der 2. den
vom Opa mütterlicherseits, das älteste Mädchen bekam den
Vornamen der Oma mütterlicherseits und das 2. den der
Großmutter väterlicherseits.
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Weiterführende Links: |
Literatur: |
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Dieser Bericht wird fortlaufend
ergänzt mit Bildern und weiteren Informationen und wird sich
im Lauf der Zeit um viele Seiten erweitern.
Auch Sie können dabei helfen. Wenn
Sie weitere Anregungen, Fragen, Informationen, Bilder,
Berichte usw. haben, kurzum alles, was mit dem Thema
Genealogie zu tun hat und von allgemeinem Interesse ist,
nehmen Sie bitte mit uns
Kontakt auf.
Wir freuen uns über jeden Beitrag!
Soweit zur Theorie des Vortrags. Wenden wir uns nun dem
praktischen Teil zu.
Wir starten mit dem Bericht aus einer hiesigen Tageszeitung,
bevor wir in einem reich bebilderten Beitrag unsere
Eindrücke dieser Veranstaltung darstellen. Den Abschluss
bildet der Artikel unserer "großen" Zeitung. Wenn Sie den
zuerst lesen möchten, klicken Sie bitte
hier,
ansonsten geht es nun weiter mit unserer
Seite 2. |
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