Fünf Steinfurter in Steinfurth – nichts ungewöhnliches ???
 

Wenn man eine Reise tut ...

 

(dann kann man was erleben):

 

Während einer Ausflugsfahrt auf der B109 in Mecklenburg-Vorpommern Richtung Greifswald passierten wir einen Wegweiser mit der Aufschrift „Steinfurth 3 km“.

Etwas verduzt fragten wir einander: „Habt Ihr das auch gesehen???“ „Ja, aber hier in Mecklenburg-Vorpommern?? Steinfurt??“ Das müssen wir uns ansehen!!“

Kurzerhand umgekehrt und dem Wegweiser gefolgt, führte uns eine für Mecklenburg-Vorpommern typische Allee nach Steinfurth:

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Der Ort Steinfurth hat ca. 160 Einwohner , gehört zur Gemeinde Karlsburg und liegt fast ausschließlich rechts und links entlang der einzigen und damit Hauptstraße…

 

Bild 3 - Google Earth sieht das so:

Wir haben nur wenige Menschen angetroffen. Es gab aber einen Obststand, an dem wir Erdbeeren, Kartoffeln und Äpfel aus der Region kauften. Die Verkäuferin war sehr nett und hatte unser Autokennzeichen gesehen.

In einer Gegend, in der Autos mit HGW, HRO, UER und UEM unterwegs sind, war ST ein ungewöhnliches Kennzeichen. Also stellte die Dame uns die Frage: “ Na, und woher kommen denn Sie???“

Als wir dann antworteten: „Aus Steinfurt in Nordrhein-Westfalen, kurz vor der Grenze nach Holland…“.

Da war das Staunen groß und wir mussten berichten, was es in Steinfurt zu sehen gibt und wie es bei uns zu Hause aussieht. Dann schauten wir uns in Steinfurth um:

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Im Ort gibt es eine sehenswerte alte Kirchenruine.

Die Kirche wurde ursprünglich im 14 Jahrhundert aus Feldsteinen erbaut. Sie hatte einen Chor aus Backsteinen mit Kreuzrippengewölbe und einen Turm.

Dieser Turm ist 1664 eingestürzt und zerstörte gleichzeitig die Kirche. Seit dieser Zeit liegt das Kirchlein zerstört da.

Erhalten ist lediglich Mauerwerk aus dem Kirchenschiff, Teile der Chorwand und Reste des Turmes.

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Direkt hinter der Kircheruine liegt eine Kapelle, die, wie wir beim Rundgang feststellten, zu einem kleinen feinen Friedhof gehört, der direkt wiederum direkt hinter der Kapelle liegt.

Auf dem Friedhof fanden wir Gräber mit dem Familiennamen Bismarck-Bohlen.

Die Grabkapelle ist ein neugotischer gelber Backsteinbau aus dem Jahr 1858 und wurde als Grabkapelle für diese Familie Bismarck-Bohlen errichtet.

Graf Theodor von Bismarck hat diese Kapelle für seine verstorbene Ehrfrau Caroline von Bohlen bauen lassen. Architekt war Friedrich August Stüler, ein Schüler Schinkels.

Die Familie Bismarck-Bohlen war Eigentümerin des nahe gelegenen Barockschlosses Karlsburg, heute ein Fachkrankenhaus und eine Rehabilitationseinrichtung für Diabetiker der Ernst-Moritz-Arndt-Universität, Greifswald.

 

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Das war ein netter Abstecher. Es hat uns Spaß gemacht, Steinfurth zu entdecken. Liebe Steinfurther, schön war es bei Euch!!


Text: Petra Weiner

Fotos: Petra Weiner (Bild 1 und 2, Bild 4 - 13);

(Bild 3) © Google Earth


 

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