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Nachfolgend finden Sie ein biografisches Nachschlagewerk über alle
76 Professoren, die jemals an der Hohen Schule in Burgsteinfurt in
der Zeit ihres Bestehens von 1588/91 bis 1811 gelehrt haben.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Autorin, Frau Ingeborg
Höting, und beim Stadtarchivar der Stadt Steinfurt, Herrn Dr. Ralf
Klötzer, für die Genehmigung, die Auszüge aus dem Buch
"Steinfurter Schriften Band 21" an dieser Stelle zu veröffentlichen.
- Anm.
d. Redaktion Stenvorde.de
Graf Arnold IV. von
Bentheim-Tecklenburg-Steinfurt gründete 1588 eine Trivialschule in
Schüttorf (Grafschaft Bentheim), die 1591 nach Steinfurt (Grafschaft
Steinfurt) verlegt und zu einer Hohen Schule ausgebaut wurde. Die
Organisation der Steinfurter Hohen Schule, auch Gymnasium Illustre
Arnoldinum genannt, orientierte sich am Vorbild der Herborner
Hochschule: Auf die "schola classica", in der Präzeptoren den
Schülern die Grundlagen der Bildung vermittelten, baute die "schola
publica" auf, wo Professoren in den vier Fakultäten Theologie, Jura,
Medizin und Philosophie lehrten. Es handelte sich somit beim
Steinfurter Arnoldinum um eine Hochschule. Allerdings konnten hier
keine akademischen Grade (Magister, Lizentiat, Doktor) verliehen
werden, denn die Graduierung war allein den (von Papst oder Kaiser)
privilegierten Universitäten vorbehalten. Die Steinfurter Hohe
Schule bereitete jedoch durch Vorlesungen und Disputationen auf den
Studienabschluß an einer Universität vor.
Als calvinistisch geprägte Bildungsanstalt stand das Arnoldinum in
Verbindung besonders mit den reformierten Hochschulen Mitteleuropas.
Die Bedeutung der Steinfurter Hohen Schule innerhalb der
calvinistischen Bildungslandschaft wechselte in der Zeit ihres
Bestehens (1588/91-1811), denn dafür waren Befähigung und Ruf der
eingesetzten Lehrkräfte entscheidend. Damit treten die Professoren
an der Steinfurter Hohen Schule in den Blick.
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