Anke Hoge
 

Gedichte im Bereich Lyrik

 
Herbst


Die Blätter färben sich rot und goldgelb.
Die Sonne lässt sie golden erstrahlen.
Jeder schöne Tag wird genutzt,
um die Pracht dieser Wandlung zu genießen.

Langsam beginnt das Laub unter den Füßen zu rascheln.
Kinder sammeln die größten Blätter,
werfen sie in die Luft,
um kreischend darunter zu tanzen.

Beim betreten des Schattens ziehen wir den Mantel enger.
Dieser Appetit auf einen heißen Grog,
zu zweit vor dem Kamin.
Oh du schöne Herbstzeit.

(Anke Hoge, Herbst 1997)

Veröffentlichung: Anthologie der Nationalbibliothek des deutschsprachigen Gedichtes Realis Verlags - GmbH im Frühjahr 1998.

Zitat des Jury Vorsitzenden Ulli Benedikt:
Ihr Werk hat uns angesprochen, ja beeindruckt. Deutlich geworden ist vor allem Ihre dichterische Begabung. Mit Ihrem Text stellen Sie die Stimmungen der Natur auf Ihre individuelle Weise dar. Ich erkenne diene eigenständige Behandlung der thematischen und der sprachlichen Ebene.

Das, was Sie verfasst haben, musste sich gegen ein Konkurrenz von tausend anderen Herbstgedichten stellen. Dabei wirkt die Beschränkung auf lapidare Beobachtungen ganz angenehm. Aufgefallen ist mir insbesondere die Formulierung:


„um die Pracht dieser Wandlung zu genießen“

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Die Rose

Sie verkörpert das Schöne.
Ist die Blume der Liebe.
Hat den Duft; der verzaubert.
Noch in der Knospe versteckt,
warte ich sehnlichst darauf,
dass sie in voller Blüte erwacht.

Wie die Liebe.
Am Anfang einer Liebe kann ich es kaum erwarten,
bis sie zur großen Liebe erblüht.
Ich bin voller Erwartung.
Genieße jeden neuen Schritt.
Das Herz klopft vor Erregung.

Wenn die Rose dann in voller Blüte steht,
ich weiß was wahre Liebe ist,
Zuneigung und Geborgenheit bedeuten,
dann bin ich glücklich.
Die Augen strahlen.
Das innere Gefühl ist unbeschreiblich.
Wie ein riesiger Strauß erblühter Rosen.

Aber eines vergesse ich nicht.
Die Rose hat auch Dornen.
Bin ich unvorsichtig,
sticht sie mich.
Es ist sehr schmerzhaft,
sticht die Liebe ins Herz.
Oft zerbricht sie dann in tausend Stücke.

(Anke Hoge, 1998)

Veröffentlichung: Amors Pfeile pieksen nicht  Buch mit Gedichten und Kurzgeschichten im Jahr 2000.

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Erste Versuchung

Ein kurzer Blick.
Da war es.
Dieses magisch anziehende.
Immer wieder wandert ein Seitenblick rüber.
Mit jedem Blick erhasche ich mehr.
Dieses Mehr fasziniert mich.
Ich mag es.
Langsam steigert sich das Verlangen,
danach zu greifen,
an zu fassen,
zu riechen,
ja, zu schmecken.

Während der seichten Unterhaltung
reift in mir ein Plan,
ans Ziel zu kommen,
mein Begehren zu stillen.

Ja, jaaa. Jetzt habe ich die Strategie.
Erste treffende Blicke brechen das Eis.
Schüchternes Lächeln zeigt Interesse.

Bumm!!
Dann schlage ich zu.
Ein totaler Volltreffer.

Erst wird mir heiß dann kalt.
Seine Süße zerfließt mir auf der Zunge.
Dieses Gefühl der Glückseligkeit.
Ich möchte süchtig danach werden.
Immer und immer wieder
will ich es spüren.
Das Kribbeln.
Das Abenteuer.
Den Sieg!!

Also, als ich dieses Stück schrieb, dachte ich nicht an einen jungen, charmanten und amüsanten Mann, sondern an einen wohlgeformten, nach meiner Geschmacksrichtung hergestellten Schokoriegel.

(Anke Hoge, 1998)

Veröffentlichung: Amors Pfeile pieksen nicht  Buch mit Gedichten und Kurzgeschichte im Jahr 2000.

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Harmonie

Ich suche die Harmonie,
bin auf Reise,
find´ ich sie?
Kämpfe durch´s ew´ge Eise.

Ich suche die Harmonie,
will sie unbedingt haben.
Verzweifelt, weil ich nicht weiß wie.
Brauche sie, um meine Seele zu laben.

Ich suche die Harmonie.
Zahle jeden Preis.
Und wenn sie mir niemand lieh,
ich stähle sie mir leis.

Ich suche die Harmonie.
Ist sie grad´dicht vor mir?
Ich suche die Harmonie.
Hab´ ich sie, ergebe ich mich ihr.

(Anke Hoge, 1998 für meine Mutti weil: Ein Gedicht muss sich reimen!)

Veröffentlichung: Amors Pfeile pieksen nicht  Buch mit Gedichten und Kurzgeschichten im Jahr 2000.

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Frühlingserwachen

Die Sonne scheint.
Ein neuer Tag erwacht.
Das erste Vogelgezwitscher
seit Monaten der Kälte.

Ein warmes wohliges Gefühl
durchzieht meine Seele.
Das Leben ist so schön.
Heute kann kommen was da will.

Ich bin bereit.
Trotze allem
was mir dieses Gefühl rauben möchte.
Eine innere Kraft beflügelt mich.

Was gestern noch unüberwindbar schien.
hat heute einen Ausweg.
Einen ganz simplen.

Die Angst,
etwas neues zu beginnen
wird auf den Flügeln
der heiteren Vögel davon getragen.

Ich spüre den Mut
endlich zu handeln.
Bin befreit von aller Last.

Fast schon glaube ich
mit den Vögeln fliegen zu können.
Jedem zu zeigen:
Seht her, es geht mir gut!

Wie stark ich wieder bin.
Bei jedem Atemzug genieße ich
das Einströmen der Energie in mir.

Ich singe.
Schwebe fast durch das Haus.
Ich liebe es – dieses Gefühl.
Will es nie wieder missen.

(Anke Hoge, Frühjahr 1999)

Veröffentlichung: Amors Pfeile pieksen nicht  Buch mit Gedichten und Kurzgeschichten im Jahr 2000.

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Nacht

Abgespannt
Die Muskeln schmerzen.
Ich bin auf dem Weg nach Hause.
Es ist schon spät.
Mein Auto fährt über die fast leere Bundesstraße.
Ich schaue in den Nachthimmel.
Nur einen kurzen Augenblick.
Die vielen kleinen glitzernden Sterne.
Sie funkeln wie Diamanten.
Wahllos verstreut auf einem samtigen Tuch.
Dieses Tuch, diese Dunkelheit,
sie umfängt mich gleich einem warmen Wollmantel.
Ich fühle mich wohl.
Geborgen.
Ein Lächeln huscht über mein Gesicht.
Die Muskeln sind entspannt.
Mir kommt ein Gedanke:
Nur wer nach den Sternen greift,
kann das Ende des Universums finden!

(Anke Hoge, Sommer 1999)

Veröffentlichung: Amors Pfeile pieksen nicht  Buch mit Gedichten und Kurzgeschichte im Jahr 2000.

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Abschied!

Abschied nehmen
von einem Menschen,
den man mal geliebt,
jetzt sogar haßt!

Abschied nehmen
von einer Lebensweise,
von einer Gewohnheit
die so vertraut,
aber schadet.

Abschied nehmen
von Vorstellungen,
von Meinungen,
die mir selbst im Weg stehen.

Abschied nehmen
von liebgewordenen Riten
die mich festhalten.

Abschied nehmen
tut weh!

Abschied nehmen
bedeutet aber auch,
ein Abschluß.

Danach folgt
ein neuer Anfang.
Vielleicht mit Furcht.
Dafür brauche ich allen Mut – alle Kraft
die mich drängen
GEH WEITER!
BLEIB NICHT STEHEN!

(Anke Hoge, Winter 1999 in der Kur in Norddeich)

Veröffentlichung: Amors Pfeile pieksen nicht  Buch mit Gedichten und Kurzgeschichten im Jahr 2000.
 

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Kindheit !?

Ein Kind.
Große, traurige Augen.
Teure Kleidung.
Voller Terminkalender.
Begabt – Bewundert!
Gefördert! Gefordert?
Überfordert!?
Spürt nichts als Druck.
Bauchschmerzen.
Herzrasen.
Große Angst zu versagen.
Niemanden zum Reden!
Blinde Kuh? - Keine Ahnung.
Ich reiche meine Hand.
Blicke tief in die Augen.
Entführe es ins Zauberland.
Nur einen Augenblick.
Es schenkt mir ein Lächeln.
Wertvoller als alle Schätze der Erde!

(Anke Hoge, Frühjahr 2001)

Veröffentlichung: Anthologie der Brentano – Gesellschaft Frankfurt a.M. MBH Redaktion der Frankfurter Bibliothek im Oktober 2001.

Zitat der Projektleiterin Tanja Locher:
Wir freuen uns besonders, dass Ihr Beitrag zum Abdruck aufgenommen wurde, und ich darf Ihnen dazu gratulieren!
Wir freuen uns, dass Sie mitgewirkt und sich in der Frankfurter Bibliothek ein kleines Denkmal gesetzt haben. Wir hoffen sehr, dass auch in Ihrem privaten Umfeld diese besondere Leistung angemessen gewürdigt werden wird.

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Was bleibt nach einem Krieg ?

Nach Regen folgt Sonnenschein.
Nach Krieg – Frieden?
Hilflose Witwen und Waisen!
Kraftlose Alte und Kinder!
Tränenausgetrocknete Augen.
Augen, die voller Hoffnung waren.
Sie glänzten, leuchteten.
Lang´, lang´ ist´s her.
Kaum wahr.
In einer Traumwelt entflohen.
Nie wieder, nie wieder
wird ein Überlebender ungetrübt
einen Traum träumen -
einen Sonnenschein unbeschwert
begrüßen.
Die durchlebten Qualen nahmen
Illusionen und Hoffnung.
Hinterließen ausgebrannte Seelen.
Sie brauchen weder Geld noch
Öffentlichkeit.
Sie brauchen – ein wärmendes Herz.

(Anke Hoge, 2003)

Veröffentlichung: Anthologie der Brentano – Gesellschaft Frankfurt/M MBH Redaktion der Frankfurter Bibliothek zum Advent 2006.

Zitat Veronika Striegel:
Wir freuen uns besonders, dass Ihr Beitrag zum Abdruck aufgenommen wurde, und ich darf Ihnen dazu gratulieren!
Die Frankfurter Bibliothek gehört zu den am meisten verbreiteten Lyrikveröffentlichungen der letzten Jahrzehnte. Sie wird weltweit in den bedeutenden Bibliotheken eingestellt, z.B. in der Wiener Staatsbibliothek, in der Schweizer Nationalbibliothek, in der Französichen Nationalbibliothek und in der National Library of Congress in Washington.
Nochmals Gratulation zu diesem Erfolg! Wir freuen uns sehr, dass Sie zu den in einem Standardwerk neuer Lyrik publizierten Autoren zählen werden.

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Kriegsfolgen

Ich hab´ Recht!
Haust du mir
ein blaues Auge
gibt’s für dich
eine blutige Nase.
Ich bin stärker!
Wirst es sehen.
Ein Kampf -
folgt dem nächsten.
Übrig bleiben -
ausgezehrte, leer Hülsen
ausgebrannt ohne Gefühl
schwach und willenlos.
Bereit für Neues?
Irgendwo keimt still
eine sensible Pflanze.
Geschützt vor Zerstörung.
Wachsend zur Geburt.
Ihr Name: Hoffnung!
Birgt neues Leben.

(Anke Hoge, Frühjahr 2003)

Veröffentlichung: Anthologie Brentano – Gesellschaft Frankfurt/M MBH Redaktion der Frankfurter Bibliothek Herbst 2003.

Zitat Valérie Bignon:
Wir freuen uns besonders, dass Ihr Beitrag zum Abdruck aufgenommen wurde, und ich darf Ihnen dazu gratulieren!
Die Edition bietet einen repräsentativen Querschnitt durch die literarische Kultur unserer Gesellschaft. Die Herausgeberin sucht daher auch gerade nach Beiträgen noch nicht entdeckter Autoren, die ihre literarische Karriere noch vor sich haben.
Nochmals Gratulation zu diesem Erfolg! Wir freuen uns sehr, dass Sie zu den in einem Standardwerk neuer Lyrik publizierten Autoren zählen werden.

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Meine Kartons

Plötzlich stürzt alles über mir zusammen.
Ich bin allein.
Niemand ist da.

Es ist, als ob ich die Kartons mit meinen Sorgen
oben auf einen Schrank abstelle.
Dem letzten gebe ich eben noch einen Schubs
damit er weiter hinten steht.
Und da kommt alles ins wanken.
Es stürzt auf mich herunter!

Wo ist jetzt mein Mann?
Ich wünschte mir so sehr es wäre hier,
breitete die Hände über mir aus
um alles abzufangen.
Wenn ich den Schrecken überwunden habe,
öffne ich langsam die Augen,
blicke in sein lächelndes Gesicht.
Höre die Worte: Alles wieder in Ordnung!
Sieh´, jetzt stehen sie sicher dort oben!
Dann nimmt er mich in den Arm
und wir verlassen den Raum.
In mir das sichere Gefühl der Geborgenheit,
das Wissen immer beschützt zu sein.

Doch wo ist er jetzt?
Mühselig beginne ich neu zu ordnen.
Bin bedrückt.
Gefühle der Einsamkeit,
des Verlassenseins,
überwältigen mich.

Am Abend ist alles geschafft.
Ich bin völlig leer.
Er kommt nach Hause.
Fragt ob ich einen schönen Tag hatte,
erwartet ein Lächeln.

Ich laufe davon und weine.
(Anke Hoge März 2003)
 

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Kleiner Stern

möchtest wachsen,
möchtest lernen,
möchtest selber machen,

brauchst Unterstützung,
brauchst Liebe,
brauchst Geborgenheit,
brauchst Schutz,

bist neugierig,
bist aufgeweckt,
bist abenteuerlustig,
bist vertrauenswürdig.

Lauf nicht zu weit weg.
Laß mich ein Auge auf Dich haben.
Allzugut getarnt sind die Wölfe
welche kleine Sterne rauben und auslöschen!

(Anke Hoge, 2004)

Veröffentlichung: Anthologie der Bibliothek deutschsprachiger Gedichte Realis Verlags-GmbH 2006.

Zitat Roman Belzner, Cheflektor:
Als Cheflektor obliegt es mir, eine Anthologie-Buchausgabe „AUSGEWÄHLTE WERKE IX“ mit den besten Ergebnissen des Wettbewerbs 2006 zu erarbeiten. Aus Tausenden eingereichter Beiträge wollen wir die Werke beachtenswerter Autorinnen und Autoren veröffentlichen. Wir verbinden mit dieser besonders aufwendig konzipierten Publikation das Ziel, die Qualität der deutschsprachigen Lyrik unserer Zeit zu erfassen und diesen Sprachschatz an künftige Generationen weiterzugeben.
Nach eingehender Beratung freuen wir uns sehr, Ihnen mitteilen zu können, dass Ihr Gedicht „Kleiner Stern“ für die Veröffentlichung in der nächsten Anthologie-Buchausgabe der Bibliothek deutschsprachiger Gedichte vorgesehen ist.
Ich darf Ihnen zu Ihrem gelungenen Werk gratulieren und freue mich, Sie im Kreise unserer Autoren begrüßen zu können.

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Leben = Veränderung

Mit Mut und Euphorie vorwärts
Gestürmt
Weite Strecke geschafft
Ziel erreicht
Das Leben zeigt dir
Die Vergänglichkeit
Des Erreichten
Plötzlich ist nichts
Sicher
Alles zerrinnt
Zwischen deinen Fingern
Was erreicht
Will genommen werden
Entscheide
Aufgeben – Kämpfen
Schuldzuweisung – Kraftakt
Selbstmitleid – Hoffnung
Designation – Neue Perspektive
Tod – Leben

(Anke Hoge, Frühjahr 2004)

Veröffentlichung: Anthologie Brentano – Gesellschaft Frankfurt/M MBH Redaktion der Frankfurter Bibliothek Herbst 2004.

Zitat Valérie Bignon:
Wir freuen uns besonders, dass Ihr Beitrag zum Abdruck aufgenommen wurde, und ich darf Ihnen dazu gratulieren!
Die Edition wird zur Frankfurter Buchmesse oder in der Adventszeit erscheinen und in herausragender Ausstattung veröffentlicht.
Nochmals Gratulation zu diesem Erfolg! Wir freuen uns sehr, dass Sie zu den in einem Standardwerk neuer Lyrik publizierten Autoren zählen werden.

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Schwarze Schafe

Schwarze Schafe gibt es in:
-Deinem Land;
-Meinem Land!
Wichtig ist: Wo stehst Du?
(Wenn Du in Deinem Land ein schwarzes Schaf bist, was bist Du dann hier?)

Wer Toleranz erwartet, muss sie anderen gegenüber auch gewähren!
z.B.: Ein Mensch aus dem Kosovo kommt zu uns. Im Herzen trägt er nichts als Hass
gegen alle Serben. Auch gegen solche, die aus dem selben Motiv zu uns gekommen sind
wie er.

Erlerne Toleranz!
Das ist ein Schritt zu Deinem inneren Frieden.
Wer Frieden in sich trägt, gibt Frieden weiter.
Oft unbewusst.

Werde ein Licht in der Dunkelheit!

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An die Vampire dieser Zeit

Null negativ (0 - )
Zweite persönliche Aufforderung des DRK zur Blutspende.

Null negativ (0 - )
Eindringlich wird darauf hingewiesen wie wichtig eine jede Spende ist.

Null negativ (0 -)
Ich nehme mir vor: Dieses Mal gehe ich hin!

Null negativ (0 -)
Der Tag ist da. Ich finde keine Kindermädchen für die Kleinen.

Null negativ (0 -)
Doch dann die Rettung. Mein Mann steht vor der Tür.

Null negativ (0 -)
Trotz 12. Spende bin ich aufgeregt.
Blutdruck optimal.
Der Piekser in den Finger ist das Schlimmste.

Null negativ (0 -)
Ca. 10 Minuten die Nadel im Arm dann ist es auch schon überstanden.

Null negativ (0 -)
Nach dem Aufenthalt im Ruheraum eine Stärkung und ein paar nette Worte.

Null negativ (0 -)
Beim Hinausgehen eine Flasche Wein und ein gutes Gefühl.

Null negativ (0 -)
Die Gleichung:


                 0 - = Blut (Lebenssaft) x gespendet

                        -----------------------------
                                ein gutes Gefühl

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Für Miriam

Wie das kleine Vögelein fliegt,
bei jedem Flug die Flügel kräftig biegt -
bald im Sturme siegt.

Gehst Du eines Tages in die Welt,
weil es für die Zukunft zählt,
wünschen wir Dir Deine Flügel fest -
kehre ab und zu zurück ins Nest.

(Anke Hoge, Frühjahr 1998)

 

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IL BAGNO

Oh mich dürstet nach deinen leise, rauschenden Wipfeln.
Will vergessen die Geisel des Alltags.
Sehnsucht durchzieht mein Innerstes,
den tröstenden Gesängen
heimischer, versteckter Ensembles zu lauschen.
Meine Augen wünschen sich an deinen ruhenden See,
auf dem Schwäne majestätisch ihre Bahnen ziehen,
zu weiden.

Die Laute deiner urwüchsigen Natur schmeicheln meinen Ohren,
gleichwohl Klänge zart berührter Saiten einer Violine.
Ach hätt´ ich Flügel, längst entflohen wär´ ich der spröden Tristesse,
eingetaucht in einer mir gefälligen Welt.
Meine Füße über deinen rauen und doch zarten Rücken schreitend,
bewege ich mich in diese, deren Luft erfüllt von Schmetterlingen,
von blühender Schönheit aus den Gärten edler Empfindungen,
als da wären Wärme, Frieden, Harmonie, Liebe
und der Gleichen mehr.

Dein Zauber beflügelt meine Sinne.
Eine Welle des Rausches trägt mich fort.
Mein Herz schlägt vor Glückseligkeit.

(Anke Hoge, Frühsommer 2002)

 

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Licht

Gleißend weiß – klar und hell – schmerzhaft

kleine Leuchte – kaum sichtbar – hoffnungsvoll

ein Feuer – wild und unbändig – vernichtend

(Anke Hoge, Dezember 2004)

 

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Sascha

Du gabst mir ein Geschenk
und wusstest gar nichts davon.
Du dachtest, Du bist der Empfänger
und warst im Recht.

In meinem Herzen entfachtest Du
ein Feuer.
Von Tag zu Tag wuchs es,
das Feuer mit dem Namen Liebe.

Schleichend, fast unbemerkt,
machte es sich in mir breit.
Ich gab Dir davon ab,
ganz selbstverständlich.

Auch wenn ich mich am Abend
matt und ausgelaugt fühlte,
am Morgen, der Blick in Dein Gesicht,
füllte das Herz wieder auf.

Erst als Du heim fuhrst
wurde mir die Größe und Bedeutung
Deines Geschenkes bewusst.
Du warst als „Abnehmer“ nicht mehr da.

Oft schien es, als wolle mein Herz
vor lauter Liebe zerspringen.
So, als wäre ich gerade von einer Reise
zu den Sternen zurückgekehrt,
als hätte ich heimlich eine zarte
Süßigkeit genossen.

Und weißt Du was das Schönste
an Deinem Geschenk ist?
Etwas, das so zu Herzen geht,
davon zehre ich mein ganzes Leben.
Ich werde dieses Gefühl immer wach halten.

Es ist so ein Gefühl,
als hätte ich einen Moment
einen wunderschönen Schmetterling
in den Händen halten dürfen.

Ich musste den Schmetterling
fliegen lassen.
Doch was er hinterließ
wird mein weiteres Leben prägen.

Danke!

 

(Anke Hoge, Herbst 2001 nachdem unser erstes gehörloses Gastkind aus Murmansk abreiste.)

 

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Spuren

Auf unserem Gang über diese Erde
hinterlassen wir Spuren.
Blick zurück -
Schau sie dir an.
Wohin führte dich dein Weg?
Was trugst du
als du auf allen vieren gingst?
Was beflügelte dich
als deine Tritte kaum sichtbar?
Was trieb dich um
als deine Spuren schlurfend und unentschlossen?

Was verletzte dich
als du hinktest?
Wer stützte dich
als du kaum einen Fuß vor den anderen setzten konntest?

Was hetzte dich
als du zum Spurt startetest?
Welche Grenze erreichtest du
als der Spurt jäh stoppte?
Was fühltest du
als du gemächlich spaziertest?
Wo stehst du heute?
Wohin führte dich dein Weg?

Es tut gut -
hin und wieder einen Blick zurück -
zu überdenken -
neu auszurichten.

(Anke Hoge, November 2005)

 

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Weihnachtsgedicht

Advent, Advent
ein Lichtlein brennt.

Hektik, hurtig, hurtig
nach Geschenktipps durstig.
Rein ins Gewühle
kein Spur besinnlicher Gefühle.
Der Zeiger auf der Uhr treibt voran.
Nicht mehr viel Zeit; und was dann?

Stopp! Bleib stehen!
Lass die stürmischen Winde wehen!
Atme tief ein und aus.
Riechst du diese feinen Düfte auch?
Was könnte es sein?
Tanne? Zimt? Gebäck?
Von jedem etwas würde ich mein´.

Verstecke deine Uhr.
Für eine heiße Tasse nur.
Sieh dich in Ruhe um.
Die kleinen Buden mit ihrer Atmosphäre drum.

Was ist eigentlich der Sinn dieser Zeit?
Da gab es doch mal so `ne Begebenheit.
Jedem Christ bekannt.
Heute schon verbannt?

Dann bekommt der Advent ein anderes Gesicht.
Geschenke fallen weniger ins Gewicht.
Ich wollte immer schon eine Krippe
wie früher üblich in unsrer Sippe.

Ab heute dann
gehe ich es besinnlicher an.

(Anke Hoge, November 2001)

 

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Zeit – Ziele

Z iel
E ntscheidung treffen
I n Angriff nehmen
T eilen

Alles hat seine Zeit.
Bei einem jeden Menschen nimmt sie unterschiedlich Raum ein.

Die Zeit – Ziele zu stecken
Die Zeit – Entscheidungen zu treffen
Die Zeit – diese in Angriff zu nehmen
Die Zeit – das Erreichte zu teilen

(Anke Hoge, Dezember 2004)

 

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