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Gedichte im Bereich Lyrik |
| Herbst
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| Die Rose Sie verkörpert das Schöne. Ist die Blume der Liebe. Hat den Duft; der verzaubert. Noch in der Knospe versteckt, warte ich sehnlichst darauf, dass sie in voller Blüte erwacht. Wie die Liebe. Am Anfang einer Liebe kann ich es kaum erwarten, bis sie zur großen Liebe erblüht. Ich bin voller Erwartung. Genieße jeden neuen Schritt. Das Herz klopft vor Erregung. Wenn die Rose dann in voller Blüte steht, ich weiß was wahre Liebe ist, Zuneigung und Geborgenheit bedeuten, dann bin ich glücklich. Die Augen strahlen. Das innere Gefühl ist unbeschreiblich. Wie ein riesiger Strauß erblühter Rosen. Aber eines vergesse ich nicht. Die Rose hat auch Dornen. Bin ich unvorsichtig, sticht sie mich. Es ist sehr schmerzhaft, sticht die Liebe ins Herz. Oft zerbricht sie dann in tausend Stücke. (Anke Hoge, 1998) Veröffentlichung: Amors Pfeile pieksen nicht Buch mit Gedichten und Kurzgeschichten im Jahr 2000. |
| Erste Versuchung Ein kurzer Blick. Da war es. Dieses magisch anziehende. Immer wieder wandert ein Seitenblick rüber. Mit jedem Blick erhasche ich mehr. Dieses Mehr fasziniert mich. Ich mag es. Langsam steigert sich das Verlangen, danach zu greifen, an zu fassen, zu riechen, ja, zu schmecken. Während der seichten Unterhaltung reift in mir ein Plan, ans Ziel zu kommen, mein Begehren zu stillen. Ja, jaaa. Jetzt habe ich die Strategie. Erste treffende Blicke brechen das Eis. Schüchternes Lächeln zeigt Interesse. Bumm!! Dann schlage ich zu. Ein totaler Volltreffer. Erst wird mir heiß dann kalt. Seine Süße zerfließt mir auf der Zunge. Dieses Gefühl der Glückseligkeit. Ich möchte süchtig danach werden. Immer und immer wieder will ich es spüren. Das Kribbeln. Das Abenteuer. Den Sieg!! Also, als ich dieses Stück schrieb, dachte ich nicht an einen jungen, charmanten und amüsanten Mann, sondern an einen wohlgeformten, nach meiner Geschmacksrichtung hergestellten Schokoriegel. (Anke Hoge, 1998) Veröffentlichung: Amors Pfeile pieksen nicht Buch mit Gedichten und Kurzgeschichte im Jahr 2000. |
| Harmonie Ich suche die Harmonie, bin auf Reise, find´ ich sie? Kämpfe durch´s ew´ge Eise. Ich suche die Harmonie, will sie unbedingt haben. Verzweifelt, weil ich nicht weiß wie. Brauche sie, um meine Seele zu laben. Ich suche die Harmonie. Zahle jeden Preis. Und wenn sie mir niemand lieh, ich stähle sie mir leis. Ich suche die Harmonie. Ist sie grad´dicht vor mir? Ich suche die Harmonie. Hab´ ich sie, ergebe ich mich ihr. (Anke Hoge, 1998 für meine Mutti weil: Ein Gedicht muss sich reimen!) Veröffentlichung: Amors Pfeile pieksen nicht Buch mit Gedichten und Kurzgeschichten im Jahr 2000. |
| Frühlingserwachen Die Sonne scheint. Ein neuer Tag erwacht. Das erste Vogelgezwitscher seit Monaten der Kälte. Ein warmes wohliges Gefühl durchzieht meine Seele. Das Leben ist so schön. Heute kann kommen was da will. Ich bin bereit. Trotze allem was mir dieses Gefühl rauben möchte. Eine innere Kraft beflügelt mich. Was gestern noch unüberwindbar schien. hat heute einen Ausweg. Einen ganz simplen. Die Angst, etwas neues zu beginnen wird auf den Flügeln der heiteren Vögel davon getragen. Ich spüre den Mut endlich zu handeln. Bin befreit von aller Last. Fast schon glaube ich mit den Vögeln fliegen zu können. Jedem zu zeigen: Seht her, es geht mir gut! Wie stark ich wieder bin. Bei jedem Atemzug genieße ich das Einströmen der Energie in mir. Ich singe. Schwebe fast durch das Haus. Ich liebe es – dieses Gefühl. Will es nie wieder missen. (Anke Hoge, Frühjahr 1999) Veröffentlichung: Amors Pfeile pieksen nicht Buch mit Gedichten und Kurzgeschichten im Jahr 2000. |
| Nacht Abgespannt Die Muskeln schmerzen. Ich bin auf dem Weg nach Hause. Es ist schon spät. Mein Auto fährt über die fast leere Bundesstraße. Ich schaue in den Nachthimmel. Nur einen kurzen Augenblick. Die vielen kleinen glitzernden Sterne. Sie funkeln wie Diamanten. Wahllos verstreut auf einem samtigen Tuch. Dieses Tuch, diese Dunkelheit, sie umfängt mich gleich einem warmen Wollmantel. Ich fühle mich wohl. Geborgen. Ein Lächeln huscht über mein Gesicht. Die Muskeln sind entspannt. Mir kommt ein Gedanke: Nur wer nach den Sternen greift, kann das Ende des Universums finden! (Anke Hoge, Sommer 1999) Veröffentlichung: Amors Pfeile pieksen nicht Buch mit Gedichten und Kurzgeschichte im Jahr 2000. |
| Abschied! Abschied nehmen von einem Menschen, den man mal geliebt, jetzt sogar haßt! Abschied nehmen von einer Lebensweise, von einer Gewohnheit die so vertraut, aber schadet. Abschied nehmen von Vorstellungen, von Meinungen, die mir selbst im Weg stehen. Abschied nehmen von liebgewordenen Riten die mich festhalten. Abschied nehmen tut weh! Abschied nehmen bedeutet aber auch, ein Abschluß. Danach folgt ein neuer Anfang. Vielleicht mit Furcht. Dafür brauche ich allen Mut – alle Kraft die mich drängen GEH WEITER! BLEIB NICHT STEHEN! (Anke Hoge, Winter 1999 in der Kur in Norddeich) Veröffentlichung: Amors Pfeile pieksen nicht Buch mit Gedichten und Kurzgeschichten im Jahr 2000. |
| Kindheit !? Ein Kind. Große, traurige Augen. Teure Kleidung. Voller Terminkalender. Begabt – Bewundert! Gefördert! Gefordert? Überfordert!? Spürt nichts als Druck. Bauchschmerzen. Herzrasen. Große Angst zu versagen. Niemanden zum Reden! Blinde Kuh? - Keine Ahnung. Ich reiche meine Hand. Blicke tief in die Augen. Entführe es ins Zauberland. Nur einen Augenblick. Es schenkt mir ein Lächeln. Wertvoller als alle Schätze der Erde! (Anke Hoge, Frühjahr 2001) Veröffentlichung: Anthologie der Brentano – Gesellschaft Frankfurt a.M. MBH Redaktion der Frankfurter Bibliothek im Oktober 2001. Zitat der Projektleiterin Tanja Locher: Wir freuen uns besonders, dass Ihr Beitrag zum Abdruck aufgenommen wurde, und ich darf Ihnen dazu gratulieren! Wir freuen uns, dass Sie mitgewirkt und sich in der Frankfurter Bibliothek ein kleines Denkmal gesetzt haben. Wir hoffen sehr, dass auch in Ihrem privaten Umfeld diese besondere Leistung angemessen gewürdigt werden wird. |
| Was bleibt nach einem Krieg ? Nach Regen folgt Sonnenschein. Nach Krieg – Frieden? Hilflose Witwen und Waisen! Kraftlose Alte und Kinder! Tränenausgetrocknete Augen. Augen, die voller Hoffnung waren. Sie glänzten, leuchteten. Lang´, lang´ ist´s her. Kaum wahr. In einer Traumwelt entflohen. Nie wieder, nie wieder wird ein Überlebender ungetrübt einen Traum träumen - einen Sonnenschein unbeschwert begrüßen. Die durchlebten Qualen nahmen Illusionen und Hoffnung. Hinterließen ausgebrannte Seelen. Sie brauchen weder Geld noch Öffentlichkeit. Sie brauchen – ein wärmendes Herz. (Anke Hoge, 2003) Veröffentlichung: Anthologie der Brentano – Gesellschaft Frankfurt/M MBH Redaktion der Frankfurter Bibliothek zum Advent 2006. Zitat Veronika Striegel: Wir freuen uns besonders, dass Ihr Beitrag zum Abdruck aufgenommen wurde, und ich darf Ihnen dazu gratulieren! Die Frankfurter Bibliothek gehört zu den am meisten verbreiteten Lyrikveröffentlichungen der letzten Jahrzehnte. Sie wird weltweit in den bedeutenden Bibliotheken eingestellt, z.B. in der Wiener Staatsbibliothek, in der Schweizer Nationalbibliothek, in der Französichen Nationalbibliothek und in der National Library of Congress in Washington. Nochmals Gratulation zu diesem Erfolg! Wir freuen uns sehr, dass Sie zu den in einem Standardwerk neuer Lyrik publizierten Autoren zählen werden. |
| Kriegsfolgen Ich hab´ Recht! Haust du mir ein blaues Auge gibt’s für dich eine blutige Nase. Ich bin stärker! Wirst es sehen. Ein Kampf - folgt dem nächsten. Übrig bleiben - ausgezehrte, leer Hülsen ausgebrannt ohne Gefühl schwach und willenlos. Bereit für Neues? Irgendwo keimt still eine sensible Pflanze. Geschützt vor Zerstörung. Wachsend zur Geburt. Ihr Name: Hoffnung! Birgt neues Leben. (Anke Hoge, Frühjahr 2003) Veröffentlichung: Anthologie Brentano – Gesellschaft Frankfurt/M MBH Redaktion der Frankfurter Bibliothek Herbst 2003. Zitat Valérie Bignon: Wir freuen uns besonders, dass Ihr Beitrag zum Abdruck aufgenommen wurde, und ich darf Ihnen dazu gratulieren! Die Edition bietet einen repräsentativen Querschnitt durch die literarische Kultur unserer Gesellschaft. Die Herausgeberin sucht daher auch gerade nach Beiträgen noch nicht entdeckter Autoren, die ihre literarische Karriere noch vor sich haben. Nochmals Gratulation zu diesem Erfolg! Wir freuen uns sehr, dass Sie zu den in einem Standardwerk neuer Lyrik publizierten Autoren zählen werden. |
| Meine Kartons Plötzlich stürzt alles über mir zusammen. Ich bin allein. Niemand ist da. Es ist, als ob ich die Kartons mit meinen Sorgen oben auf einen Schrank abstelle. Dem letzten gebe ich eben noch einen Schubs damit er weiter hinten steht. Und da kommt alles ins wanken. Es stürzt auf mich herunter! Wo ist jetzt mein Mann? Ich wünschte mir so sehr es wäre hier, breitete die Hände über mir aus um alles abzufangen. Wenn ich den Schrecken überwunden habe, öffne ich langsam die Augen, blicke in sein lächelndes Gesicht. Höre die Worte: Alles wieder in Ordnung! Sieh´, jetzt stehen sie sicher dort oben! Dann nimmt er mich in den Arm und wir verlassen den Raum. In mir das sichere Gefühl der Geborgenheit, das Wissen immer beschützt zu sein. Doch wo ist er jetzt? Mühselig beginne ich neu zu ordnen. Bin bedrückt. Gefühle der Einsamkeit, des Verlassenseins, überwältigen mich. Am Abend ist alles geschafft. Ich bin völlig leer. Er kommt nach Hause. Fragt ob ich einen schönen Tag hatte, erwartet ein Lächeln. Ich laufe davon und weine. (Anke Hoge März 2003) |
| Kleiner Stern möchtest wachsen, möchtest lernen, möchtest selber machen, brauchst Unterstützung, brauchst Liebe, brauchst Geborgenheit, brauchst Schutz, bist neugierig, bist aufgeweckt, bist abenteuerlustig, bist vertrauenswürdig. Lauf nicht zu weit weg. Laß mich ein Auge auf Dich haben. Allzugut getarnt sind die Wölfe welche kleine Sterne rauben und auslöschen! (Anke Hoge, 2004) Veröffentlichung: Anthologie der Bibliothek deutschsprachiger Gedichte Realis Verlags-GmbH 2006. Zitat Roman Belzner, Cheflektor: Als Cheflektor obliegt es mir, eine Anthologie-Buchausgabe „AUSGEWÄHLTE WERKE IX“ mit den besten Ergebnissen des Wettbewerbs 2006 zu erarbeiten. Aus Tausenden eingereichter Beiträge wollen wir die Werke beachtenswerter Autorinnen und Autoren veröffentlichen. Wir verbinden mit dieser besonders aufwendig konzipierten Publikation das Ziel, die Qualität der deutschsprachigen Lyrik unserer Zeit zu erfassen und diesen Sprachschatz an künftige Generationen weiterzugeben. Nach eingehender Beratung freuen wir uns sehr, Ihnen mitteilen zu können, dass Ihr Gedicht „Kleiner Stern“ für die Veröffentlichung in der nächsten Anthologie-Buchausgabe der Bibliothek deutschsprachiger Gedichte vorgesehen ist. Ich darf Ihnen zu Ihrem gelungenen Werk gratulieren und freue mich, Sie im Kreise unserer Autoren begrüßen zu können. |
| Leben = Veränderung Mit Mut und Euphorie vorwärts Gestürmt Weite Strecke geschafft Ziel erreicht Das Leben zeigt dir Die Vergänglichkeit Des Erreichten Plötzlich ist nichts Sicher Alles zerrinnt Zwischen deinen Fingern Was erreicht Will genommen werden Entscheide Aufgeben – Kämpfen Schuldzuweisung – Kraftakt Selbstmitleid – Hoffnung Designation – Neue Perspektive Tod – Leben (Anke Hoge, Frühjahr 2004) Veröffentlichung: Anthologie Brentano – Gesellschaft Frankfurt/M MBH Redaktion der Frankfurter Bibliothek Herbst 2004. Zitat Valérie Bignon: Wir freuen uns besonders, dass Ihr Beitrag zum Abdruck aufgenommen wurde, und ich darf Ihnen dazu gratulieren! Die Edition wird zur Frankfurter Buchmesse oder in der Adventszeit erscheinen und in herausragender Ausstattung veröffentlicht. Nochmals Gratulation zu diesem Erfolg! Wir freuen uns sehr, dass Sie zu den in einem Standardwerk neuer Lyrik publizierten Autoren zählen werden. |
| Schwarze Schafe Schwarze Schafe gibt es in: -Deinem Land; -Meinem Land! Wichtig ist: Wo stehst Du? (Wenn Du in Deinem Land ein schwarzes Schaf bist, was bist Du dann hier?) Wer Toleranz erwartet, muss sie anderen gegenüber auch gewähren! z.B.: Ein Mensch aus dem Kosovo kommt zu uns. Im Herzen trägt er nichts als Hass gegen alle Serben. Auch gegen solche, die aus dem selben Motiv zu uns gekommen sind wie er. Erlerne Toleranz! Das ist ein Schritt zu Deinem inneren Frieden. Wer Frieden in sich trägt, gibt Frieden weiter. Oft unbewusst. Werde ein Licht in der Dunkelheit! |
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An die Vampire dieser Zeit
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Für Miriam |
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IL BAGNO |
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Licht |
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Sascha
(Anke Hoge, Herbst 2001
nachdem unser erstes gehörloses Gastkind aus Murmansk abreiste.) |
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Spuren |
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Weihnachtsgedicht |
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Zeit – Ziele |
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alle Lyriken: Anke Hoge |