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1. Steinfurter Investorentag für
Baudenkmäler |
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Steinfurt/Burgsteinfurt |
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zusammen, die sich engagiert, mit hohem persönlichen Einsatz, für
die Belange ihres Lebensraumes verwenden, die sich kümmern und auf Handlungsbedarf bei Missständen oder anderen Wichtigkeiten aufmerksam machen. |
| Ein Beispiel hierfür setzen seit diesem Jahr
Hans Knöpker, Heimatverein, und Hermann Lindhof, Werbegemeinschaft. Die Tatsache, dass Steinfurt landesweit eine einmalige Dichte an denkmalgeschützten Gebäuden besitzt, deren Erhalt bzw. Wiederherstellung und Betreuung beiden mehr als am Herzen liegt, ließ die beiden nicht ruhen. „Wir haben uns überlegt, was wir tun können, um Vertreter öffentlicher Belange mit der Tatsache vertraut zu machen, dass der Zustand vieler historischer Häuser schlecht ist. Wie und wen können wir an einen Tisch bringen, um etwas für unsere Stadt und für die Wohnqualität im hiesigen Lebensraum zu verbessern. Um auch wertvolles Kulturgut zu erhalten und unseren Mitbürgern zu demonstrieren, wie schön viele Baudenkmäler, die jetzt noch brach liegen, eigentlich sind", bekunden beide in einem Gespräch. Allein über zwei Burgen, zum einen das Wasserschloss, zum anderen das Bodendenkmal der Burg Ascheberg, verfügt diese Stadt, sowie über mehr als 100 historische Häuser, die die jahrhundertealte, oft wechselhafte Geschichte Burgsteinfurts bezeugen.
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Und diese Geschichte kann nun auch festgemacht werden an einem der ältesten Häuser der Stadt: Dem Haus Kirchstrasse 14. Dieses wurde nämlich 1465 errichtet. Für die hiesige Region ein besonderes und einmaliges Zeugnis der seinerzeitigen Baukultur. „Wie der jüngste Zusammenbruch eines Hauses an der Kirchstrasse zeigt, droht aber manch anderem der ehemals prächtigen Gebäuden in Steinfurt der schleichende Verfall." Schnell hatten Hans Knöpker und Hermann Lindhof eine Liste von Personen zusammengestellt, die sie mit den geschilderten Schwierigkeiten um Plätze, Straßen und Wege vertraut machen wollten: Annegret Arning, Heimatverein, Heinz-Bernd Buss, Kreissparkasse, Dr. Ralf Klötzer, Stadtarchiv, Professor Dr. Thomas Hoeren, Bürgermeister Andreas Hoge, Günter Borowski, Jürgen Holtz und Christian Hoebel, Denkmalpflege-Werkhof. Mit Beginn des Jahres traf man sich zum ersten Mal und Anfang August fand das jüngste Treffen statt, bei dessen Gedankenaustausch sich die Beteiligten als „Aktionsgemeinschaft" zusammenschlossen. „Alle waren sofort im Thema und viele Ideen wurden besprochen." Der Kreis der angesprochenen Projekte, die in Angriff genommen und über deren Wohl und Wehe beraten werden sollte, war schnell abgesteckt. |
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Die Aktionsgemeinschaft während des Pressegesprächs am
11. August 2006 |
| Hierzu zählen u.a. das Bodendenkmal Burg Ascheberg, das Umfeld der Hollicher Windmühle, das Haus Bollmann, Friedhof 34, das Haus Arning (früher Hohne), Kirchstrasse 14, das Haus Lamann, Viefhoek 2, das Haus Markt 5, das Haus Elfers, Kirchstrasse 4 und das Parkhotel Osthues, Steinstrasse. Auch über eine Verbindung zwischen Sellen und Hollich über die ehemalige Bahntrasse sowie über einen möglichen Erhalt des Martin-Luther-Hauses wurde gesprochen. Ein erster Erfolg wurde bereits erzielt. Die 1164 zerstörte Burg Ascheberg, heute das wichtigste Bodendenkmal in Burgsteinfurt, ist, für den Besucher nahezu unsichtbar, hinter einem Grüngürtel verschwunden. Aber auch für denjenigen, der sich durch diesen Aufwuchs gekämpft hat, erschließt sich diese ehemalige Anlage mit ihren beiden Hügeln nicht. In Zusammenarbeit mit den Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe und in Abstimmung mit dem Grundeigentümer wird deshalb nun ein Rahmenplan entwickelt, wie sich der Besucher diese Anlage selber erschließen kann. Dazu soll demnächst ein naturnah ausgebautes Wegesystem die Anlage erkundbar machen, Hinweistafeln das Wissen um die Anlage vermitteln und das Umfeld durch Pflegemaßnahmen aufgewertet werden. Der Denkmalpflege-Werkhof hat für die Durchführung dieser Maßnahmen seine Unterstützung bereits zugesagt. | Als zweite Aktion hat sich die Aktionsgemeinschaft nun die
Durchführung eines Investorentages für historische Gebäude vorgenommen.
Folgende Bauwerke werden an diesem Tag präsentiert werden:
Haus Bollmann,
Haus Elfers,
Haus Markt 5,
Parkhotel und das
Haus Viefhoek 2. Am Freitag,
den 1. September sind alle Interessierten ins Alte Rathaus in
Burgsteinfurt eingeladen. Dort werden zunächst in kurzen Vorträgen die
steuerlichen und finanziellen Vorteile des Erwerbs denkmalgeschützter
Gebäude beschrieben. Dann erfolgt ein Stadtrundgang mit der Besichtigung
der einzelnen zum Verkauf stehenden Objekte. Die Gebäude reichen vom
kleinen Zwei-Personen-Häuschen bis hin zu einer gewerblich nutzbaren
Großvilla. Die Aktionsgemeinschaft widmet sich auch der Sanierung des
Gebäudekomplexes Kirchstrasse 14-18, wo - möglicherweise über einen
Förderverein - das älteste Fachwerkhaus der Stadt Steinfurt aus der Zeit
um 1465 einer Nutzung zugeführt werden soll. Die Besucher des Investorentages sollten neben dem Interesse an historischen und denkmalgeschützten Immobilien auch noch Lust auf Wohnen in Häusern mit Charme mitbringen. Elke Kemler-Ransmann |
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Projekte für Beschreibung bitte anklicken - Weitere Beschreibungen der historischen Bauwerke finden Sie übrigens auch unter Blickpunkte. |
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Text: Elke Kemler-Ransmann Foto: Willi Tebben |
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