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Denkmalpflege-Werkhof Steinfurt

 

Sie sind stolzer Besitzer eines denkmalgeschützten Hauses oder möchten Ihr sehr altes und damit wertvolles Gebäude restaurieren bzw. reparieren und suchen dafür die passenden alten Fliesen, Hohlpfannen für das Dach, ganz bestimmte Klinker, besondere Türen oder die gute alte Verglasung der vergangenen Jahrhunderte? Die Eichenbalken sollten auch mal ausgewechselt werden? 

Dann haben wir einen ganz heißen Tipp für Sie:
In Steinfurt - genauer in der Bauernschaft Hollich schräg gegenüber der Windmühle - setzt sich seit 1990 der Denkmalpflege-Werkhof Steinfurt e.V. für die Wiederverwendung historischer Baustoffe und den Erhalt alter Bausubstanz ein. Außerdem findet man hier eine kompetente Materialberatung.

 

Als der Denkmalpflege-Werkhof seine Arbeit aufnahm, war diese Einrichtung bundesweit einzigartig. Mittlerweile hat diese gute Idee aber auch in anderen Bundesländern Fuß gefasst.

 

Der Werkhof Steinfurt (www.denkmalpflege-werkhof-steinfurt.de) kooperiert mit dem Mecklenburg-Vorpommerschen Denkmalpflegehof Liepen im Kreis Demmin (www.denkmal-liepen.de) und dem thüringischen Denkmalhof Gernewitz im Saale-Holzland-Kreis (www.denkmalhofgernewitz.de).

 

 

Auf den ehemaligen Bauernhof Overesch (Hollich 145), einer großzügigen Hofanlage der 1920er Jahre, wird eine naheliegende und dennoch ungewöhnliche Idee umgesetzt. Mitarbeiter des Denkmalpflege-Werkhofs suchen alte, abbruchreife Häuser auf bzw. verfallene Bauernhöfe oder Stadtvillen, die saniert werden.

 

Hier werden die noch brauchbaren Baumaterialien ausgebaut und anschließend aufbereitet für den Wiederverkauf an Bauherren und Handwerker, die sich mit der Sanierung alter und/oder denkmalgeschützter Bausubstanz befassen.

 

Die Wiederverwertung der historischen Baustoffe führt zu einer Reduzierung der Bauabfallmenge und schont gleichzeitig die Rohstoffressourcen. Allerdings war es auch in früheren Jahrhunderten selbstverständlich, bei Neubauten noch brauchbares Material aus Abbrüchen wieder zu verwenden. 


Diese Materialien würden sonst unwiederbringlich auf der Bauschuttdeponie verloren gehen. Außerdem besitzen sie über ihre wertvolle Funktion als Originalersatzteile hinaus einen hohen Zeugniswert historischer Baustile, Produktionstechnik und Handwerkskunst. Ein aufwändiges und teures Nachfertigen von Baustoffen nach historischem Vorbild entfällt. 

 

Wichtig ist auch ein sozialer Aspekt: 
Die Bergung und Aufbereitung der historischen Baustoffe schafft Arbeit und Qualifizierungsmöglichkeiten für Menschen, die auf dem heutigen Arbeitsmarkt benachteiligt sind. Auf dem Denkmalpflege-Werkhof werden in Kooperation mit der Gesellschaft für Arbeits- und Bildungsförderung im Kreis Steinfurt (GAB) unter anderem Jugendliche mit unzureichender Ausbildung qualifiziert und handwerklich sowie sozialpädagogisch betreut.

 

Für Architekten, Bauherren, Hausbesitzer und natürlich alle Interessierten ist der Denkmalpflege-Werkhof in Steinfurt zu folgenden Zeiten für die Annahme, Beratung und Verkauf geöffnet:
Mo. – Do.: von 07:45 Uhr bis 16:45 Uhr
Fr.: von 07:45 Uhr bis 12:45 Uhr
Tel.:  0 25 51 / 7 02 91 - 0
Fax: 0 25 51 / 7 02 91 - 18
Anschrift: Denkmalpflege-Werkhof e.V.
Hollich 145
48565 Steinfurt

Anfahrskizze Denkmalpflege-Werkhof Steinfurt

Ein wichtiger Hinweis: Bitte besuchen Sie auch die offizielle Internetseite des Werkhofs unter www.denkmalpflege-werkhof-steinfurt.de.
Hier finden Sie jede Menge weitere Informationen, außerdem Beschreibungen und eine z.T. bebilderte Datenbank über einen Teil der zur Zeit bevorrateten Baustoffe. 

 

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Text: Willi Tebben

Bilder + Anfahrskizze: Denkmalpflege-Werkhof Steinfurt e.V.

Literatur:
- Faltblatt Denkmalpflege-Werkhof Steinfurt; herausgegeben vom Kreis Steinfurt – Der Landrat; Sept. 2004
- Landwirtschaftl. Wochenblatt; Ausg. 1/2004
- Die NRW-Stiftung – Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege; Magazin 1/2003


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