|
|
|
|
|
Ein neues Hörfunk-Projekt der EuregioNETmedial
|
|
Geschafft: Nach knapp einer Woche intensiver Rundfunkarbeit ist das Feldlaum-Hörspiel fertiggestellt. Für jedes der elf Kinder, für Autor Heinz Winter und für Christin Dohr (VHS) eine spannende Erfahrung
|
| Dem „Feldlaum" auf der Spur |
|
Geschichte(n) des Ostendorfer Räubers jetzt als Kinderhörspiel der VHS
|
|
STEINFURT - Es war um 1809, als dieser Mann eine Berühmtheit in unseren Breiten war: „Feldlaum", der Räuberhauptmann von Ostendorf. Als zur damaligen Zeit die Franzosen plündernd und brandschatzend durch das Land zogen, litt die Bevölkerung große Not und Armut. Auf dem Postdamm, auf halbem Weg zwischen Borghorst und Emsdetten, hatte Räuberhauptmann Feldlaum, der im normalen Leben Laumann hieß, eine Schankwirtschaft (heute „Friedrichshof“).
|
Tagsüber verdingte er sich als Wirt und zeigte eine reine Weste, abends machte er sich mit seinen Getreuen auf den Weg, reiche Bauern zu bestehlen. Die Beute verteilte er überwiegend an die notleidende Bevölkerung. Feldlaums Räubereien waren schnell in aller Munde. Vor allen Dingen wurde oftmals die Art und Weise seiner Räubereien bewundert Der Legende zufolge soll er die Vorratskammern der Bauern leergeräumt und aus den Kaminen Würste und Schinken gestohlen haben. Das Ende kam für Feldlaum im Dezember 1819. |
Mit seiner Räuberbande bei Nünnings Mühle unterwegs, war ihm dort eine Falle gestellt worden. Einer seiner eigenen Leute hatte ihn an die Gendarmerie verraten. Während des heftigen Feuergefechtes zwischen den Räubern und der Bürgerwehr wurde Feldlaum so schwer verletzt, dass er wenige Tage später starb. Diese Geschichte nahm jetzt der Hobbyliterat und Wahl-Burgsteinfurter Heinz Winter zum Anlass, um frei nach dem Bericht „Feldlaum - der Räuberhauptmann von Ostendorf“ von Alex Wobbe aus dem Borghorster |
Heimatbuch, ein Kinderhörspiel zu schreiben. In der Radiowerkstatt der VHS trafen sich für vier Tage elf Jungen und Mädchen, die dieses Werk rundfunktauglich umsetzten. Im Rahmen der Ferienspaßaktion hatte die VHS dieses Angebot ausgeschrieben. Jedes der Kinder hatte eine Sprechrolle bekommen. Originalgeräusche, wie zum Beispiel Türen knarren, wurden den Texten beigemischt. Am Montag, 9. August, wird das Hörspiel um 20.04 Uhr auf Radio RST gesendet |
| Dieser Artikel erschien am 21. Juli 2005 in der
Münsterschen Zeitung.
Bericht und Foto: Elke Kemler-Ransmann |