Ausgebombt!

 

Wohnen in der „Hütte" in Elte

 

von Martha Werth

 

Bild 1 - Unser Haus in Rheine (re.) vor dem Bombenangriff

 

Nachdem unser Haus am 08.11.1944 total zerstört worden war, ging ich zum Kriegsschädenamt und beantragte den Kauf von 2 Behelfsheimen.

 

Bei der Holzgroßhandlung Oppermann am Kanal fuhr ich dann einige Tage später mit einem Lastwagen vor, den mir meine Firma aus Schüttorf zur Verfügung gestellt hatte. Auf dem Wagen stehend nahm ich die einzelnen Holzteile, wie Wände, Türen und Fenster, an, die mir von 2 Leuten angereicht wurden.

 

Damit fuhren wir nach Elte. Vorher hatte ich durch Vermittlung eines Nachbarn, der heute noch dort ein Wochenendhaus besitzt, ein Grundstück für 30 RM jährlich gepachtet.


 

 

Wegen Luftgefahr mussten wir unser Doppelbehelfsheim statt am Weg im Wald aufbauen. Die „Hütte" stand auf Pfählen, hatte 2 Außentüren, 6 Fenster, 6 Innentüren, 3 Stufen zur Küche, Wohnzimmer, 2 Schlafzimmer und außer 1 Waschraum 2 große Abstellräume. Das Überdach war abgesägt, um es nicht wie ein Behelfsheim aussehen zu lassen. Das Grundstück lag in der Nähe des Bauernhofes Quiel. Das sollte sich als Glücksfall erweisen. Wir hatten zu den neuen Nachbarn ein sehr gutes Verhältnis, sie kamen unseren Wünschen in jeder Weise immer und überall entgegen, und wir, unsere nachgezogene Familie, halfen auch gerne beim Kartoffelauflesen mit. Es gab bei ihnen besonders gutes „Kaffeetrinken" und abends Pfannkuchen mit Salat. Von 1944 bis 1958 waren wir im besten Sinne des Wortes „Gute Nachbarn".

 

Hüttenerweiterung


Eines Tages sah ich, als ich an unserem ausgebombten Haus in Rheine war, wie der Gefängnisaufseher sich mit mehreren Gefangenen daran machte, die im Anstrich gut erhaltenen Fußbodenbretter, die für ihn bequem zu entfernen waren, abzutransportieren. Sie sollten nach seiner Aussage für einen Luftschutzkeller eines hohen Gerichtsbeamten sein. Unser Haus sei ja nach der Bombardierung automatisch Eigentum der Wehrmacht. Ich fragte mich, was hat unser Eigentum mit der Wehrmacht und mit den privaten Wünschen eines Beamten zu tun? Der Aufseher, der ja nur auf Anweisung eines Vorgesetzten handeln konnte, verwies mich trotzdem an die Stadtverwaltung und wollte seine Tätigkeit bis 15.00 Uhr unterbrechen, wenn ich ihm bis dahin eine Bescheinigung bringen würde, dass mir das Holz zusteht. Ich traf zufällig einen kompetenten Beamten, der mich nicht erkannte, und er verwies mich unwirsch auf die Sprechstunden um 14.30 Uhr in der Hans-Schemm-Schule (heute Johannesschule) an der Osnabrücker Straße. Ich musste aber die Bescheinigung bis 15.00 Uhr an der Salzbergener Straße kurz vor der Quakenbrücker Eisenbahnbrücke vorweisen. Voll Angst ging ich los, doch ich bekam alles Gewünschte anstandslos schriftlich zugesichert.


Mit dem Holz unseres Hauses konnten wir dann die vier vorhandenen Räume unseres Behelfsheimes, von uns immer „Hütte" genannte, um drei neue erweitern. An einer Seite der Hütte wuchsen die Tannen immer höher und dichter. An der anderen Seite war ein großes Feld, auf dem im Wechsel Roggen und Kartoffeln angebaut wurde. An dieser Seite stand eine wunderschön gewachsene Birke, unter der wir im Sommer oft am gezimmerten Tisch und auf Küchenstühlen saßen. Dabei halfen uns 4 Ukrainer vom Flugplatz Bentlage, für die meine Mutter außer gutem Essen auch als nette Geste Karamelbonbons machte. Sie fühlten sich sehr wohl bei uns und arbeiteten dementsprechend langsam und bedächtig, aber auf jeden Fall gut.
Sie füllten die Zwischenräume mit Glaswolle, so dass wir es auch im Winter warm hatten.

 

Die Anbauten waren 2 Abstellräume und ein Waschraum mit einer Weidepumpe und der aus unserem Haus geretteten Badewanne. Als Anbau daran war ein Plumpsklo. Die Pumpe habe ich im Winter abgeschraubt und, nachdem das Wasser gefallen war und nicht einfrieren konnte, die Teile in der Küche an den warmen Herd gelegt, um sie am nächsten Morgen wieder zu installieren. Das Wasser zum Baden pumpten wir in einen Waschkessel, worin es auf dem Küchenherd heiß gemacht wurde.

 

Bild 2 - Angehörige der Familie Werth vor ihrer Baracke in Elte

 

Wohnkomfort organisieren


Den Herd hatten wir unbenutzt in unserem Haus gehabt, falls mal Gas oder Elektrizität oder die Zentralheizung ausfallen sollte. Diese Vorsichtsmaßnahme vom Vater kam uns nun zugute. Den Heizungskessel mit sämtlichen Heizkörpern aus 10 Räumen haben wir nach der Bombardierung gegen einen einzigen Wohnzimmerofen abgegeben. Eine von meinem Chef geliehene wunderschöne Petroleumlampe spendete vom Einzug am Tage nach Weihnachten 1944 bis Februar 1945 das Licht.

 

Als ich eines Abends von Rheine zu Fuß kommend mich auf dem noch unbekannten Weg zur Hütte verlief, fand ich schließlich zurück zu einem Behelfsheim am Kirchweg, wo Vaters Friseur evakuiert war. Er machte eine Laterne fertig, sagte seinem Nachbarn Bescheid, und so brachten mich die beiden Männer, immer wieder die Lampe wegen Luftgefahr löschend, bis in die Nähe der Hütte. Ich sagte laut: „Hier muss es sein!", und voll Freude erkannte Mutter meine Stimme und leuchtete uns mit der Petroleumlampe ins „Haus". Nun waren die 3 gute Bekannte, sie hatten viel Zeit zum Erzählen im Wohnzimmer bei Lampenschein; nur mir fehlte das Licht in der Küche, um mir ein Butterbrot zu machen. Ich war um 7.00 Uhr morgens mit dem Bus ins Büro nach Rheine gefahren, hatte im Mittag ein Butterbrot verzehrt und kam zu Fuß von Rheine nach Elte, und hatte nun einen „Bärenhunger". Aber vor 21.00 Uhr war nichts zu machen, ich hatte kein Licht.


Im Februar 1945 wurden dann auf besondere Bestellung in Lübeck drei Lichtmasten für uns geliefert. Nach einigen Tagen konnte ein Elektromeister aus Rheine die Stromanlage abnehmen. Das war natürlich eine große Erleichterung für uns, dass wir von nun an in allen Räumen Licht und Steckdosen hatten. Draußen, in der Nähe einer Tannenschonung und eines Birkenwäldchens, befand sich auch unsere Wäscheleine. Die im Winter oft abends noch feuchte Wäsche trockneten wir über Nacht in der noch warmen Küche.


Das Holz für den Herd konnten wir von den Bauern im Dorf kaufen. Wir mussten es natürlich noch sägen und klein schlagen, für uns Frauen eine schwere und ungewohnte Arbeit. Aber um es warm zu haben und Essen kochen zu können, blieb uns nichts anderes übrig.

 

Besucher kommen


An meinem Geburtstag 1947 brachte mir ein Bekannter aus Rheine als Geschenk 29 Briketts und 29 Birnen mit. Große Freude herrschte darüber, wie sich denken lässt. Bevor der „Anbau" fertig war, ging ich morgens bei Kühs zur Toilette, um dann mit dem Ernährer der kleinen Familie und Herrn Kriens per Fahrrad nach Rheine zum Geschäft zu fahren. Immer die gleiche Überlegung: „Ist die Fahrt über Elte oder über Mesum näher?"


An einem Morgen musste einer allein fahren und die beiden anderen nahmen die Mesumer Route, um dann festzustellen, dass wir zur gleichen Zeit ankamen. Von da an fuhren wir abwechselnd mal über Elte und mal über Mesum. Als ich ausnahmsweise einmal allein unterwegs war, hielt ein Fahrer mit einem 3-Rad-Auto und nahm das Rad und mich mit nach Rheine.

 

Jeden Morgen konnten wir uns 1 Liter Milch im Dorf auf Marken und 1 1/2 Liter vom Bauern Quiel holen. Wunderbar! Gegen Zigarettenmarken bekamen wir auch Leberwurst. Im Herbst wuchsen vor unserer Haustür im Birkenwäldchen jeden Tag frische Birkenpilze, außerdem fanden wir auf kurzen Spaziergängen Pfifferlinge, die wir sorgfältig mit dem Messer abschnitten, damit sie noch oft nachwachsen konnten. So hatten wir jeden Tag eine köstliche Mahlzeit, woran auch oft Gäste aus Rheine und Flüchtlinge aus dem Dorf teilnahmen.

 

Bild 3

 

Bild 4

Wir hatten eine Nähmaschine gerettet, und die wurde oft bei uns genutzt.


Um 14.00 Uhr mussten wir auf Besuch aus Rheine eingestellt sein, man traf freudig mit Kindern bei uns im „Büschken" ein. Mit Tannenzapfen, die ja massenweise vor unserer Tür lagen, hatten wir schnell kochendes Kaffeewasser! Abends brachte ich den Besuch wieder zum Bus ins Dorf, musste dafür aber allein wieder zurück.

 

Einige Jahre hatten wir auch freilaufende Hühner, die ihre Eier gerne unter der „Hütte" ablegten. Durch eine Bodenklappe in der Küche konnten wir an die Eier herankommen. Einmal hatte Bauer Quiel 23 frische Eier am Ostermorgen für uns versteckt.

 

Die Bodenklappe in der Küche wurde auch beim Fußbodenschrubben geöffnet, damit das Wasser abfließen konnte, denn die Hütte stand auf Pfählen. Das Wasser aus der Badewanne usw. wurde in eine Sickergrube geleitet.


Eines Tages kam eine Cousine zu Fuß aus Hannover mit ihrem Hab und Gut im Kinderwagen zu uns. Die Stabshelferinnen waren bei Kriegsende vom Luftgaukommando VI in Münster nach Hannover gebracht worden.

 

Von dort aus wurden sie entlassen, während die Offiziere, darunter auch ihr Verlobter, mit dem sie jetzt sei 50 Jahren verheiratet ist, in Kriegsgefangenschaft kamen.

 

Sie hatte einen mühseligen Weg hinter sich und war froh, sich nun bei uns in der Hütte erholen zu können. Von Mesum kommend hatte sie eine Abkürzung durch die Feuerschutzzone einer Tannenschonung genommen.

 

Wir haben dieses „Pättken" dann erweitert, und das ist heute ein beliebter Spaziergang zwischen der Südstraße und dem „Kiärkpättken".


Oft kamen die Bekannten aus Rheine zu viert oder fünft mit nur einem Fahrrad, das immer nach kurzer Fahrt für den nächsten Fußgänger an einen Baum gestellt wurde. Niemals ist dabei ein Rad abhanden gekommen.

 

Meine Schwester kam jedes Wochenende von Riesenbeck zu Fuß zu uns und musste sonntags abends zurückgehen, um montags morgens um 8.00 Uhr im Geschäft zu sein.

 

Der Familie K., mit der wir seit 1918 befreundet waren, hatten wir, für den Fall, dass ihre Wohnung an einem Stellwerk ausgebombt würde, Unterkunft in unserem Haus in Rheine angeboten. Da wir selbst aber inzwischen in einer Notunterkunft wohnten, konnten wir ihnen nun nur die Abstellräume für ein Schlafzimmer mit vier abgesägten, übereinandergestellten Betten und einen Raum mit Außentür als Küche anbieten. Am Tage und abends waren unsere beiden Familien in bester Harmonie in unserem Wohnzimmer versammelt.

 

Wir sangen, musizierten, strickten und lasen aus Vaters geretteten Büchern vor. So erinnerten wir uns alle an unseren Vater, der kurz vor der Bombardierung mit 48 Jahren gestorben war. Mein Bruder kam in den Semesterferien mit der Tochter seiner Wirtin und ihrem kleinen Sohn, dessen Vater gefallen war, zur Erholung für sieben Wochen zu uns. Sie haben im nächsten Jahr Goldene Hochzeit!

 

Immer kommen sie noch gerne nach Elte und suchen auch das längst überwachsene Grundstück auf, wo unsere Hütte stand. An einer Tanne waren noch viele Jahre die Einkerbungen von der Kinderschaukel zu erkennen.

 

Im Februar 1946 kam dann das große Hochwasser. Bücher, Teppiche usw. hatten wir zu Bekannten auf halbem Weg nach Elte gebracht. Das Hochwasser nahm verheerende Folgen an.

 

Aber unsere zwei Familien hatten tagelang schon zum Frühstück Rindfleischsuppe. Die Familie des Bauern übernachtete bei uns, der Opa beobachtete draußen den Wasserstand. In dieser Nacht fiel zum Glück das Wasser, und die Familie konnte wieder nach Hause, und wir selbst waren nun auch nicht mehr vom Wasser bedroht.

 

Eine evakuierte Familie brachte mir ihre gerettete Wäsche, die ich nacheinander in sieben Waschkesseln für sie kochte und bügelte. Sie hatten fast alles verloren, da ihr früheres Wochenendhaus, an der Ems gelegen, arg in Mitleidenschaft gezogen war.


Nach einem Jahr kaufte die Familie K. ein Behelfsheim und baute es an „ihre „Küche an. Nun hatten sie vier bewohnbare Räume aber waren bis zu ihrem Auszug weiterhin im gemeinsamen Wohnraum. Der gesamte Wohnraum der Familie wurde dann nach ihrem Umzug nach Rheine beschlagnahmt. In unsere Abstellräume zog nun ein älteres Ehepaar.


„Oma V." kam manchmal zu mir in die Küche, um sich an den gewaschenen Schürzen „nur die Bändel" bügeln zu lassen. Wir hatten die alten Leute aus Schlesien gern, die nach ihrer Flucht im Dorf Elte untergekommen waren und wochenlang nur zusammen sein wollten, indem sie den ganzen Tag in einem Bett lagen. Die Bauersfrau brachte ihnen das Essen ans Bett!!

 

Bild 5

 

Bild 6 - Beim Kartoffelauflesen

Als die Engländer nach Kriegsende ins Dorf kamen, wurden die Bauern vertrieben.

 

Eine Familie hat eine Kuh mit in die Elter Dünen genommen und sich eine Unterkunft gegraben: „Pohlmeyers Bunker". Manchmal hat sich der Mann bei uns rasiert, die Frau holte sich heißes Wasser, ich stopfte für die Kinder die Strümpfe, und sie gaben uns dafür manchmal Milch.

 

Wir mussten an die Engländer je ein Besteck und ein Kleid abgeben (Silberbesteck mit Monogramm und Schlussballkleid).

 

Mutter schälte im Dorf beim Küster oft Kartoffeln, dafür bekam sie Gemüse aus dem Garten, und so konnte ich kochen, wenn Mutter vom Milchholen aus dem Dorf zurückkam.


Auf halbem Wege machte sie öfter Einkehr in dem „Hexenhäuschen", in dem die Familie O. wohnte, die in Rheine einige Jahre unsere Nachbarn gewesen war, aber eigentlich aus Elte stammte. Obwohl sie selbst nicht viel hatten, beglückte Frau O. meine Mutter hin und wieder mit einer Tüte Mehl. Damit konnten wir Soßen andicken.

 

„Opa mit dem langen weißen Bart" machte für seine Familie noch manchmal Holzschuhe, und wir durften ihm dabei auch zusehen.

 

Er konnte die Pfannkuchen so unglaublich dünn und lecker backen, dass wir Kartoffelsucher uns immer freuten, wenn er als erster vom Feld ging, um für eine große Schar zu backen. Wenn bei uns im Winter die Haustür schwer zu öffnen war, lag ein „Präsent" von eben diesem alten Herrn davor, ein Kaninchen.

 

Später kam nicht nur einmal wöchentlich ein Bäckerwagen aus Mesum zu uns an die Hütte, sondern auch jeden Morgen die Küstersfrau mit der Zeitung und neuesten Nachrichten aus dem Dorf Elte, von dem wir ja eine halbe Stunde Fußmarsch durch den Elter Sand entfernt wohnten.

 

Eines Tages bekamen wir auf Abzahlung ein Radio, das uns das Leben sehr erleichterte. Durch die plattdeutschen Hörfunktheatersendungen aus einer Gaststätte in Greven lernte ich auch das Plattdeutsch besser zu verstehen, das ich, als wir in Rheine wohnten, nicht kannte. Sonntags gingen wir in die wunderschöne alte Kirche. Der Pastor hielt immer einen Augenblick in seiner Predigt inne, bis der regelmäßig zu spät kommende „Seppel" sich gesetzt hatte. Der ging immer bis zu seinem Platz ganz nach vorn, und keinen störte es.

 

Im „Splenterkotten" war sonntags manchmal Tanz. Dann saßen wir ringsum an den Wänden auf schmalen Bänken ohne Lehne und warteten auf die Tänzer. Das Bierglas stand zwischen den Füßen auf dem Fußboden. Einmal im Jahr war Schützenfest im Splenterkotten, und am Dienstag war dann darin das „Hexen". Alle feierten ausgelassen, und der Organist Altrogge spielte dazu auf dem Klavier.

 

Eingliederung der Flüchtlinge


Und dann kamen die Flüchtlinge nach Elte. Aufgereiht nach Alter und Größe standen sie eines Tages vor der Gastwirtschaft Eggert. Die Bauern suchten sich ihre künftigen Mitbewohner aus, und mehr oder weniger gut haben sie sie dann „versorgt". Der Pastor Wellert gab einem Flüchtling als Waschschüssel versehentlich einen Marmeladeneimer mit einem kleinen Loch! Als er diesen meiner Mutter vorzeigte, gab sie ihm eine Schüssel von dem Wenigen, was wir in Rheine gerettet hatten. Aus dieser kleinen Tat entstand eine jahrelange Freundschaft zwischen mehreren Flüchtlingsfamilien und uns.

 

Mutter setzte ihre ganze Tatkraft und ihren ganzen Humor zur Vermittlung zwischen Einheimischen und den vielen sich als Eindringlinge vorkommenden neuen Familien ein. So sorgte sie dafür, dass die hochschwangere Frau M. bei der Familie T. die Toilette benutzen durfte und nun nicht mehr über den Hof gehen musste. Dieser Familie M. hat sie dann mit zwei Kindern und dem dritten in der Hütte geborenen bei uns Wohnraum gewährt. Sie selbst ist in eine kleine Wohnung gezogen.

 

Bild 7

Die Kinder hatten bei uns sehr viel Raum zum Spielen, drinnen und vor allem draußen. Sie machten sich mit Tannenzapfen „Wohnungen" für ihre Puppen, die wir ihnen aus Resten von Lappen und Garn gefertigt haben.

 

Sie durften sich in unserem „Garten" auch ein Beet anlegen. Wir hatten am Bach, wo Quiels Apfelbäume standen, ein Stück Land umgegraben und freuten uns über den Erfolg.

 

Bild 8 - Hier standen die Apfelbäume und rechts war auch "unser Garten"

Bild 9 - Hof Quiel am 05.04.2010

Bild 10 - Am Waldrand im Hintergrund stand unsere "Hütte" bis 1958

Bild 11 - Genau hier!

Bild 12 - ... und da liegt ja sogar noch unsere alte Milchkanne!?

 

 


Text: Martha Werth

Fotos: Martha Werth (Bild 1 - 7); Willi Tebben (Bild 8 - 12)


 

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