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Unverständlicherweise trifft dieses Bauwerk nicht unbedingt den
Geschmack vieler Burgsteinfurter. Diesen Kritikern wollen wir
aus diesem Grund und an dieser Stelle mal die unbestrittenen
Vorteile dieses Kunstwerks aufzählen:
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Die
Kirchstraße und der angrenzende Bereich Friedhof wird durch
die hochinteressierten Besucherströme deutlich aufgewertet,
denn diese Attraktion lässt sich wohl kein auswärtiger
Besucher entgehen. Voraussetzung ist natürlich, dass durch
geeignete Informationen und Kommunikation der von weither
anreisende Besucher über diese echte Sehenswürdigkeit in
Kenntnis gesetzt wird. Wäre doch wirklich schade, wenn er
seinen Enkelkindern später zu Recht ärgerlich erzählen
müsste: "Ich war ja mal in Burgsteinfurt, aber davon hat mir
keiner was gesagt, nicht mal der Reiseführer hat mich darauf
hingewiesen!"
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Ein weiterer Vorteil, der in den
abgebildeten
Zeitungsartikeln gar nicht bedacht wird, leider aber erst in
einiger Zeit wirksam wird: nach der laut Aussage des
beteiligten Architektenbüros vorgesehenen Begrünung dieses
wunderschönen Bauwerks (die
Notwendigkeit kann ich aber bisher leider nicht
nachvollziehen - das verdeckt doch dann auch das schöne
Bauwerk! Aber unbeachtet dessen werde ich auf den nächsten
Seiten ein paar Beispiele vorstellen. - Anm. d. Autors)
wird natürlich auch die dahinter liegende, unter Anleitung
der Denkmalbehörde vom Heimatverein Burgsteinfurt in
Kooperation mit der Stadt und dem Investor sehr aufwändig
und mit hohen Kosten und "Manpower" restaurierte historische Stadtmauer vor
den meist aggressiven und mit Starkregen durchsetzten
Westwinden geschützt. Die Fugen werden nicht so schnell
ausgewaschen, die Mauer hält länger.
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Nicht
vergessen sollten wir den Vorbild-Charakter dieses edlen
Unterstandes, die Zierde eines jeden Gartens. Wer wäre nicht
glücklich, wenn er so ein Schmuckstück auf seinem Grundstück
etablieren könnte. Wenn man sich so umsieht, könnte nämlich
mancher Schandfleck wahrlich vorteilhaft und zum Wohle
unseres Erholungsortes ausgewechselt werden.
Es wird sicherlich
noch viele weitere positive Aspekte zu diesem Unterstand für
Müll und Fahrräder geben, die ich nach und nach an dieser Stelle
eintragen kann. Auf eine Sache möchte ich aber doch sehr gerne
eingehen, denn da war noch die weise Aussage unseres Technischen
Beigeordneten in der Tagespresse, die mich aufhorchen ließ:
Zitat:
"Bei allem Verständnis für das Historische - wir müssen doch auch
lebensnah bleiben."
Da kann ich nur
sagen: "Bravo!" - endlich Schluss mit den alten Zöpfen wie zum
Beispiel Gestaltungssatzungen für unsere historische
Altstadt. Denn wenn im Zeitalter des Atomstromausstiegs neben
dem politischen Bestreben einiger großer Parteien und auch
bürgerlichem Engagement sogar schon unsere Bundespolitik nebst
Bundeskanzlerin propagiert, dass wir mittelfristig nur noch
regenerative Energie einsetzen, dürfte nun endlich nichts mehr
im Wege stehen, auch in unserer historischen Altstadt
Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern und für die globale Bildung
und Informatik auch Satellitenschüsseln zuzulassen.
Die Mitbürgerinnen
und Mitbürger unserer Innenstädte werden wegen der zu
erwartenden Strompreiserhöhung und Stromsparmaßnahmen gerne über
solche Angebote nachdenken.
Und ich möchte
sogar noch einen Schritt weiter gehen: Wenn sich genügend
Steinfurter Interessenten finden, könnte dafür sogar ein ganzes
Atomkraftwerk abgeschaltet werden.
Man bedenke: jeder
Stromerzeuger, der nicht nur für den Eigenbedarf produziert,
sondern auch ins Netz einspeist, wird als Unternehmer gehandelt!
Steuereinnahmen ohne Ende!
In der Schlussfolgerung bedeutet das:
dem Dauerstreit zwischen Borghorst und Burgsteinfurt würde
sofort jegliche Grundlage entzogen, denn Burgsteinfurt verdient
auch als Energiestandort nun eigenes Geld! Welche Perspektive
und welcher Friede in unserem Umfeld!!!
(Auf die horrenden Summen, die unter
diesen Vorausetzungen in die zur Zeit leider klammen Stadtkassen
gespült werden, möchte ich im Moment noch gar nicht eingehen,
denn dann könnten im Vorfeld schon lebhafte Diskussionen in
Politik und Verwaltung entstehen, wohin mit diesen Riesensummen.
Mit Sicherheit jedoch würden wegen den notwendigen
Montagearbeiten in Steinfurt jede Menge Arbeitsplätze gesichert.
Was die kleine Gemeinde
Saerbeck
mit Bravour
kann, sollte in unserer Kreisstadt erst recht gehen. Denken wir
also lieber über das lukrative Leuchtturmprojekt "Steinfurter
Energie" nach, bevor wir unser ganzes Wissen, Können und
unsere Schaffenskraft für so unpopuläre Streitthemen wie
Straßenumbenennungen (weil man dann nachher gar nicht mehr weiß,
wo man eigentlich wohnt!), ungewünschte Tangenten, aussterbende
Innenstädte (weil man ja unbedingt außerhalb liegende riesige
Einkaufszentren haben muss) u.ä. vergeuden!
Also, wenn das keine rosigen
Aussichten für die Zukunft unseres Erholungsortes und dem
Zentrum der nördlichen Halbkugel sind (ja, wir sprechen
wirklich von Steinfurt)??!!
- Anm. d. Autors)
Und natürlich, wie bereits
weiter vorne berichtet:
"Bei allem Verständnis für das
Historische - wir müssen doch auch lebensnah bleiben."
Oh, Pardon, ich glaube, ich Schlingel schweife mal
wieder ab - eigentlich ist mein Thema ja unser Burgsteinfurter
Zwinger! Also Asche auf mein Haupt, und hier geht's nun endlich
weiter! |

Bild 2 - Münstersche Zeitung am 06.04.2011 |