Die Wohnanlage "Houth'scher Garten" wird optisch und praktisch weiter aufgepeppt
 

Der Burgsteinfurter Zwinger - Ein leuchtendes Beispiel modernster architektonischer und ästhetischer Baukunst

 

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Der Steinfurter Ortsteil Burgsteinfurt ist um eine echte und bereits in kürzester Zeit vielbeachtete Attraktion bereichert worden.

 

Endlich haben in der edlen und exklusiven Wohnanlage im "Houth'schen Garten", einem ehemaligen historischen Apothekergarten, auch die den Gesamtblick ziemlich störenden, an der Straße herumstehenden Mülleimer der Hausbewohner eine ansprechende und standesgemäße Bleibe gefunden:

 

Der Burgsteinfurter Zwinger, ein filigranes Kunstwerk, wunderbar in die bestehende Anlage eingepasst, und zusätzlich sogar noch mit einem Platzangebot für Fahrräder.

 

Natürlich abschließbar, denn auch in Burgsteinfurt wird schon mal ein Fahrrad "ausgeliehen", wenn der Heimweg nach einem ausgiebigen Kneipenrundgang durch die Stemmerter Nachtszene doch noch so lang ist. (Leider wird jedoch allzu oft danach vergessen, das Rad auch wieder zurück zu bringen - Anm. d. Autors).

 


 

Bild 1 - Der Burgsteinfurter Zwinger - Ein leuchtendes Beispiel modernster architektonischer und ästhetischer Baukunst

 

Unverständlicherweise trifft dieses Bauwerk nicht unbedingt den Geschmack vieler Burgsteinfurter. Diesen Kritikern wollen wir aus diesem Grund und an dieser Stelle mal die unbestrittenen Vorteile dieses Kunstwerks aufzählen:

  •  Die Kirchstraße und der angrenzende Bereich Friedhof wird durch die hochinteressierten Besucherströme deutlich aufgewertet, denn diese Attraktion lässt sich wohl kein auswärtiger Besucher entgehen. Voraussetzung ist natürlich, dass durch geeignete Informationen und Kommunikation der von weither anreisende Besucher über diese echte Sehenswürdigkeit in Kenntnis gesetzt wird. Wäre doch wirklich schade, wenn er seinen Enkelkindern später zu Recht ärgerlich erzählen müsste: "Ich war ja mal in Burgsteinfurt, aber davon hat mir keiner was gesagt, nicht mal der Reiseführer hat mich darauf hingewiesen!"

  •  Der die Anwohner hoch belastende Mülltourismus hat endlich ein Ende - die Mülleimer stehen nun unter Verschluss!

  •  Sogar an eventuell entstehenden Geruch verwesenden Mülls ist gedacht: die Licht-, Luft- und Wind durchfluteten filigranen Außenwände verhindern jegliche Ansammlung von störendem Gestank.

  •  Ein weiterer Vorteil, der in den abgebildeten Zeitungsartikeln gar nicht bedacht wird, leider aber erst in einiger Zeit wirksam wird: nach der laut Aussage des beteiligten Architektenbüros vorgesehenen Begrünung dieses wunderschönen Bauwerks (die Notwendigkeit kann ich aber bisher leider nicht nachvollziehen - das verdeckt doch dann auch das schöne Bauwerk! Aber unbeachtet dessen werde ich auf den nächsten Seiten ein paar Beispiele vorstellen. - Anm. d. Autors) wird natürlich auch die dahinter liegende, unter Anleitung der Denkmalbehörde vom Heimatverein Burgsteinfurt in Kooperation mit der Stadt und dem Investor sehr aufwändig und mit hohen Kosten und "Manpower" restaurierte historische Stadtmauer vor den meist aggressiven und mit Starkregen durchsetzten Westwinden geschützt. Die Fugen werden nicht so schnell ausgewaschen, die Mauer hält länger.

  • Außerdem wird dieser Rest unserer Stadtmauer somit den Blicken der Burgsteinfurter Graffiti-Szene entzogen. Was man nicht sieht, braucht man auch nicht kunstvoll zu besprühen. Guckt ja eh keiner mehr drauf - somit also auch Lack-Einspar-Potential für unsere Graffiti-Künstler.

  • Nicht vergessen sollten wir den Vorbild-Charakter dieses edlen Unterstandes, die Zierde eines jeden Gartens. Wer wäre nicht glücklich, wenn er so ein Schmuckstück auf seinem Grundstück etablieren könnte. Wenn man sich so umsieht, könnte nämlich mancher Schandfleck wahrlich vorteilhaft und zum Wohle unseres Erholungsortes ausgewechselt werden.

 

Es wird sicherlich noch viele weitere positive Aspekte zu diesem Unterstand für Müll und Fahrräder geben, die ich nach und nach an dieser Stelle eintragen kann. Auf eine Sache möchte ich aber doch sehr gerne eingehen, denn da war noch die weise Aussage unseres Technischen Beigeordneten in der Tagespresse, die mich aufhorchen ließ:

 

Zitat: "Bei allem Verständnis für das Historische - wir müssen doch auch lebensnah bleiben."

 

Da kann ich nur sagen: "Bravo!" - endlich Schluss mit den alten Zöpfen wie zum Beispiel  Gestaltungssatzungen für unsere historische Altstadt. Denn wenn im Zeitalter des Atomstromausstiegs neben dem politischen Bestreben einiger großer Parteien und auch bürgerlichem Engagement sogar schon unsere Bundespolitik nebst Bundeskanzlerin propagiert, dass wir mittelfristig nur noch regenerative Energie einsetzen, dürfte nun endlich nichts mehr im Wege stehen, auch in unserer historischen Altstadt Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern und für die globale Bildung und Informatik auch Satellitenschüsseln zuzulassen.

Die Mitbürgerinnen und Mitbürger unserer Innenstädte werden wegen der zu erwartenden Strompreiserhöhung und Stromsparmaßnahmen gerne über solche Angebote nachdenken.

Und ich möchte sogar noch einen Schritt weiter gehen: Wenn sich genügend Steinfurter Interessenten finden, könnte dafür sogar ein ganzes Atomkraftwerk abgeschaltet werden.

Man bedenke: jeder Stromerzeuger, der nicht nur für den Eigenbedarf produziert, sondern auch ins Netz einspeist, wird als Unternehmer gehandelt! Steuereinnahmen ohne Ende!

 

In der Schlussfolgerung bedeutet das: dem Dauerstreit zwischen Borghorst und Burgsteinfurt würde sofort jegliche Grundlage entzogen, denn Burgsteinfurt verdient auch als Energiestandort nun eigenes Geld! Welche Perspektive und welcher Friede in unserem Umfeld!!!

 

(Auf die horrenden Summen, die unter diesen Vorausetzungen in die zur Zeit leider klammen Stadtkassen gespült werden, möchte ich im Moment noch gar nicht eingehen, denn dann könnten im Vorfeld schon lebhafte Diskussionen in Politik und Verwaltung entstehen, wohin mit diesen Riesensummen. Mit Sicherheit jedoch würden wegen den notwendigen Montagearbeiten in Steinfurt jede Menge Arbeitsplätze gesichert.

 

Was die kleine Gemeinde Saerbeck mit Bravour kann, sollte in unserer Kreisstadt erst recht gehen. Denken wir also lieber über das lukrative Leuchtturmprojekt "Steinfurter Energie" nach, bevor wir unser ganzes Wissen, Können und unsere Schaffenskraft für so unpopuläre Streitthemen wie Straßenumbenennungen (weil man dann nachher gar nicht mehr weiß, wo man eigentlich wohnt!), ungewünschte Tangenten, aussterbende Innenstädte (weil man ja unbedingt außerhalb liegende riesige Einkaufszentren haben muss) u.ä. vergeuden!

 

Also, wenn das keine rosigen Aussichten für die Zukunft unseres Erholungsortes und dem Zentrum der nördlichen Halbkugel  sind (ja, wir sprechen wirklich von Steinfurt)??!! - Anm. d. Autors)

 

Und natürlich, wie bereits weiter vorne berichtet:

 

"Bei allem Verständnis für das Historische - wir müssen doch auch lebensnah bleiben."

 

 

Oh, Pardon, ich glaube, ich Schlingel schweife mal wieder ab - eigentlich ist mein Thema ja unser Burgsteinfurter Zwinger! Also Asche auf mein Haupt, und hier geht's nun endlich weiter!

 

 

Bild 2 - Münstersche Zeitung am 06.04.2011

 

Bild 3 - Steinfurter Kreisblatt am 02.04.2011; Text und Foto Hans Lüttmann

 

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Text: Willi Tebben

Foto: Willi Tebben (Bild 1)

Presseberichte:

Bild 2: Münstersche Zeitung am 06.04.2011

Bild 3: Steinfurter Kreisblatt am 02.04.2011; Text und Foto Hans Lüttmann


 

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