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Läufer aus Leidenschaft
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Am Anfang war der Fußball. Geprägt durch seinen Vater, der als
strenger Schiedsrichter weit über die Stadtgrenzen von
Burgsteinfurt bekannt war, folgte Adolf Paul als Jugendlicher
dem Vorbild seines Bruders Willi. Der spielte in den 30er Jahren
als Mittelstürmer in der Oberliga-West bei Borussia Rheine. Während der Bundeswehrzeit, entdeckte Adolf Paul durch das Deutsche Sportabzeichen die Leidenschaft für das Laufen und die Vielfalt leichtathletischer Disziplinen. Spätestens seit der „Trimm-Trab-Bewegung“ in den 70ern, die in Deutschland eine erste Fitness-Welle auslöste, hatte das Lauffieber auch ihn gepackt. Anfang der 80er Jahre gründete er mit anderen Laufbegeisterten des Turnerbundes Burgsteinfurt e.V. den „Lauftreff“, der durch das Bagno in Burgsteinfurt und über den Buchenberg bis nach Borghorst führte. Aus der Idee, vielen Mensche die gesundheitsfördernde Wirkung vom „ausdauernden Laufen ohne zu Schnaufen“ näher zu bringen, entwickelte sich die Vision, einen Marathonlauf in Burgsteinfurt zu organisieren. Die Laufstrecke von 42,195 km war zunächst nur einer kleinen Gruppe von ehrgeizigen Läufern vorbehalten. Doch bereits 1984, dem Erstaustragungsjahr des Steinfurter-Marathons, war es durch die Einführung der „Brems- und Zugläufer“ auch anderen ambitionierten Läufern möglich, über ein gleichmäßiges Lauftempo ihre Zeitziele auf der gesamten Strecke zu erreichen. Diesen Service, der zuallererst in Steinfurt angeboten wurde, haben mittlerweile fast allen Marathonorganisatoren übernommen. Aber wie kommt ein Brems- und Zugläufer des Turnerbundes zu Deutschen Bestzeiten? Es muss eine Kombination aus Enthusiasmus, Ehrgeiz und Leidensfähigkeit sein. Denn sonst läuft kein Mensch freiwillig bis zu 150 Trainingskilometer in der Woche. Oder einen Marathon in New York quer durch Manhattan und über die berühmte Brooklyn-Bridge. Oder einen Lauf über 76 km von Osnabrück bis nach Münster zum Gedenken an den Westfälischen Frieden. Vielleicht ist das richtige Alter und die läuferische Erfahrung der entscheidende Faktor für Marathon-Bestzeiten: Bei Adolf Paul war es mit 52 Jahren soweit. 1990 beim 28. Internationalen Marathon rund um den Baldeneysee in Essen lief er mit einer Zeit von 2.34:44 h ins Ziel und wurde damit Westfälischer- und Westdeutscher Meister in der Altersklasse M50. Vier Jahre später, an gleicher Stelle, stellte er eine deutsche Bestzeit mit 2:40:46 h in der Altersklasse M55 auf. Mittlerweile verbucht Adolf Paul 31 Marathonläufe auf seinem Konto, davon alleine fünf in Burgsteinfurt. |
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Neben seinen persönlichen Bestzeiten
beweist er auch in anderen Disziplinen enorme Ausdauer: Seit 39
Jahren ist er Sportabzeichen-Obmann des Turnerbundes und
Ansprechpartner im gesamten Kreis Steinfurt. Immer montags, zwischen
Mai und September, ist er bei Wind und Wetter auf dem Sportplatz und
steht sportbegeisterten Menschen mit Rat und Tat zur Seite. Er
motiviert Newcomer für den Breitensport und hilft „alten Hasen“ nach
der Winterpause ihren „inneren Schweinehund“ zu überwinden. Am 3. Mai feiert Adolf Paul im Kreise seiner Familie und Freunde seinen 70.Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch!
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